Besser tippen: Computertastaturen im Ergonomie-Check

SAFETYPE KEYBOARD

Radikales Tastaturkonzept, aufrecht stehende Tastaturhälften für eine entspannte Handhaltung, "Rückspiegel" auf beiden Seiten helfen während der Einarbeitungsphase; braucht viel Platz. Ideal für professionelle Schreibkräfte. Preis: 249 Euro

Einarbeitung *****
Ergonomie *****
Produktivität ****

KINESIS ADVANTAGE PRO

Die Tasten sind in zwei Mulden angeordnet, wodurch sich die einzelnen Finger nie "strecken" müssen. Für sehr große Hände allerdings weniger gut geeignet. Gewöhnungsbedürftig: die vielen Daumentasten. Preis: 199 Euro

Einarbeitung ***
Ergonomie ****
Produktivität ****

Seit fast 150 Jahren hat sich wenig an der Art und Weise geändert, wie wir Texte mit Maschinenhilfe zu Papier bringen. Das heute gängige Tastaturlayout (QWERT) ist seit dem Jahr 1868 praktisch unverändert. Dabei waren es keine ergonomischen Überlegungen, die zur Anordnung der Buchstaben geführt hatten.

QWERT-Erfinder Christopher Sholes platzierte die Tasten auf seiner Schreibmaschine so, dass häufig verwendete Buchstaben weit auseinander lagen und nicht schnell hintereinander getippt werden konnten. Damit sollte verhindert werden, dass sich die feinen Metallärmchen ineinander verhaken. Außerdem soll er die Buchstabenanordnung so gewählt haben, dass sich das Wort "Typewriter" ausschließlich aus Tasten der ersten Reihe tippen ließ - angeblich eine Demonstationshilfe für das Verkaufspersonal. Auf der US-Originaltastatur ist das "y" mit dem "z" vertauscht. Noch heute schreiben wir also mit Tastaturen, die nicht darauf abzielen, uns das Tippen zu erleichtern, sondern uns dabei möglichst zu bremsen. Abhilfe schaffen Computerkeyboards, die mit besonders ergonomischem Layout daherkommen. FORMAT hat drei unterschiedliche Tastaturmodelle dieser Gattung getestet. Je eine Woche lang wurde mit jeweils einer Tastatur getippt. Dann wurde gewechselt.

Die Einarbeitungsphasen waren bei den drei von uns getesteten Tastaturen unterschiedlich lange: Am schnellsten fanden wir uns erstaunlicherweise mit dem radikal wirkenden SafeType-Keyboard. Am längsten dauerte es beim vergleichsweise "harmlosen" TypeMatrix-2030-Keyboard, bis wir fehlerfrei und flott arbeiten konnten.

Was alle getesteten Geräten gemeinsam haben: Nach wenigen Tagen ging das Tippen genauso flott von der Hand wie auf der gewohnten Standardtastatur. Schneller wurden wir mit keiner Tastatur. Bei allen drei Produkten war allerdings eine deutlich entspanntere Handhaltung zu bemerken. Besonders angenehm beim Tippen war das SafeType-Keyboard. Die aufrecht stehenden Tastaturhälften fühlen sich deutlich natürlicher an als das Tippen auf einer liegenden Tastatur. Platz zwei geht klar an TypeMatrix: Besonders lobenswert ist hier die kompakte Dimension und die variabel konfigurierbaren Sondertasten. Und noch einen Vorteil hat TypeMatrix: Im Unterschied zu den beiden anderen Tastaturen ist sie weniger aufdringlich und nimmt kaum Platz auf dem Schreibtisch ein.

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