Im Test: Xperia T-Smartphone von Sony

Im Test: Xperia T-Smartphone von Sony

Sony hat am Smartphone-Markt viel vor. Was kann das Spitzenmodell Xperia T aber wirklich? FORMAT hat das Gerät unter die Lupe genommen.

Der japanische Konzern Sony, zuletzt mit Erfolgszahlen nicht eben verwöhnt, will auf dem Smartphone-Markt in naher Zukunft offensiver auftreten und Apple sowie Samsung Konkurrenz machen. Nach dem Ausstieg von Ericsson aus dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen ist Sony ja schon deutlich schlagkräftiger geworden; zudem wurde das Handy-Geschäft stärker mit den anderen Bereichen verbunden - und zwar nicht nur technisch, sondern auch beim Marketing. Ein Beispiel dafür ist das Sony Xperia T-Handy, für das im Rahmen des neuen James Bond-Films "Skyfall" intensiv geworben wurde. So wurde das Gerät in den Film eingebaut und es gibt eine spezielle Skyfall-Edition.

Was aber kann das Smartphone selbst, wenn man all das Marketing-Geläute mal ausblendet? FORMAT hat das Handy zwei Wochen intensiv getestet.

Die Äußerlichkeiten: Das Handy liegt gut in der Handy, ist erstaunlich leicht und sieht auch nicht schlecht aus. Die leicht gebogene Plastik-Rückseite, bei unserem Modell in weiß gehalten, ist allerdings nicht jedermanns Sache. Dafür ist das Xperia T robust, Kratzer sind nach zweiwöchiger Benutzung gar keine zu sehen.

Das 4,6 Zoll-Display ist widerstandsfähiger als beispielsweise der Bildschirm des Modells Xperia Ion. Der Touchscreen reagiert außerordentlich gut; auch die Symbole unten lassen sich seht gut bedienen. Als Betriebssystem kommt Android 4.0 zum Einsatz, ein Upgrade auf die nächstfolgende Generation des Google-Handysystems wurde versprochen. Etwas ärgerlich die Tatsache, dass ständig ein Hinweis kommt, eine neue Android-Software sei verfügbar, doch ein Upgrade sei nur via Anschluss an den PC möglich. Wieso das denn?

Der Dual-Core-Prozessor arbeitet rasch und fehlerfrei; selbst viele Anwendungen gleichzeitig sind kein Problem. Die Anordnung von Programmsymbolen am Startbildschirm klappt einfach. Der Akku scheint eine Spur leistungsfähiger zu sein als jener vergleichbarer Modelle; nach eineinhalb Tagen Nutzung muss das Handy geladen werden. Micro-SIM und Speicherkarte werden auf der Seite in einen Einschub gesteckt; die Rückseite des Handy muss dazu nicht geöffnet werden.

Eine Stärke des Modells ist die 13-MP-Kamera, die sehr gute Bilder schießt und auch HD-Videos ermöglicht. Einzig bei dunklen Lichtverhältnissen gibt es Abstriche. Die Tonqualität bei Gesprächen und beim Abspielen von Musik ist gut.

Fazit: Eines der derzeit besten Android-Handys am Markt. Sony könnte auf dem richtigen Weg sein und Apple sowie Samsung tatsächlich Konkurrenz machen. Es fehlt nur noch ein kleines Stück, beim Design beispielsweise kann das Xperia T nicht mithalten. Der Preis von rund 475 Euro (ohne Vertrag) scheint doch etwas hoch gegriffen.

Technische Daten

Smartphone Sony Xperia T

Betriebssystem: Android 4.0 (Upgrade auf nächste Version zugesagt)

Prozessor: 1,5 Ghz-Dual-Core (Snapdragon S4)

Größe: 129 mal 67 mal 9,4 Millimeter

Gewicht: 139 Gramm

Display: 4,6 Zoll (11,7 cm)

Kamera: 13 Megapixel, Full-HD-Videos, 16facher Digitalzoom

Gesprächszeit laut Hersteller: maximal sieben Stunden

Stand-by-Zeit laut Hersteller: maximal 410 Stunden (bei UMTS)
Weitere technische Eigenschaften: NFC, HD-Frontkamera

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