Im Test: Neues Sony-Smartphone Xperia Z

Im Test: Neues Sony-Smartphone Xperia Z

Der japanische Konzern braucht dringend ein Erfolgsmodell am Handymarkt: Das Xperia Z soll diese Rolle dank starkem Bildschirm und leistungsfähigem Prozessor spielen. Aber hält es, was die Werbung verspricht?

Sony hat ein neues Flaggschiff am Mobiltelefonmarkt, wie das Spitzenprodukt der jeweils aktuellen Kollektion genannt wird. Es handelt sich um das Xperia Z, das ab Mitte der Woche auch in Österreich erhältlich ist. Auffallendes Merkmal des Z ist der große Bildschirm und das vergleichsweise geringe Gewicht des Android-Smartphones.

Zunächst zum Bildschirm: Mit einer Größe von fünf Zoll und einer Auflösung von 1902 mal 1080 Pixel (Full HD) ist dieser sozusagen ein HD-Fernseher im Kleinformat. Damit wirbt Sony auch ganz massiv und präsentiert sein Xperia Z als Filmwunder. In der Praxis sind Farben, Schärfe und generell das Betrachten von Videos und Fotos mehr als einwandfrei; der Unterschied zu anderen Smartphones mit HD-Display ist aber wohl nur für Profis erkennbar. Dennoch: Hier macht Filmeschauen tatsächlich Spaß; auch Schriften aller Art und selbst kleine Grafiken sind sehr gut zu erkennen. Also ein klarer Pluspunkt fürs Xperia Z.

Groß, aber zum Glück leicht

Angesichts des Fünf-Zoll-Displays (12,7 Zentimeter Diagonale) ist klar, dass dieses Handy kein Zwerg sein kann. Mit Abmessungen von rund 14 mal 7 Zentimetern ist es nicht wirklich Hosentaschen-freundlich; auch das Bedienen mit einer Hand setzt schon eine gewissen Fingerfertigkeit und/oder Prankengröße voraus. Ein, zwei Zentimeter weniger wären vielleicht praktikabler gewesen. Überraschend niedrig hingegen das Gewicht: 146 Gramm wiegt das Ding. Zu den äußeren Werten zählt auch die Tatsache, dass das Xperia Z staubdicht und wasserfest ist – dazu müssen aber die Verschlüsse zu USB, Kopfhöreranschluss, etc. gut verschlossen sein.

Genug der Äußerlichkeiten, wie sieht es mit dem Innenleben aus? Ein 1,5 GHz-Qualcomm-Quad-Core-Prozessor (was für ein Wortungetüm!) kommt hier zum Einsatz; das Betriebssystem ist Android 4.1. Das Handy arbeitet sehr rasch, Programme öffnen sich schnell. Allerdings hat sich bei unserem Test das Testhandy nach zwei Tagen scheinbar grundlos verabschiedet und war erst nach mehreren Anläufen wieder flott zu kriegen. Wir wollen das als Einzelphänomen verstanden wissen.

Der Akku scheint uns nach zwei WochenTagen Test jedenfalls sehr leistungsfähig, zumal es diverse Energiesparprogramme gibt. Erst nach rund zwei Tagen mittelmäßiger bis stärkerer Benutzung ist Sendepause. Das Aufladen geht recht flott vonstatten. Im Vergleich zu anderen, ebenfalls leistungskräftigen Smartphones sind das keine schlechten Werte.

Starke Kamera

Mit der 13-Megapixel-Kamera und der HDR-Videokamera sollen ausgezeichnete Fotos und Videos ermöglicht werden. In der Praxis ist die Qualität jeweils überzeugend, auch wenn uns diese nicht vom Hocker reißt. Gewissen Schwächen bei mäßiger Beleuchtung trüben das Gesamtbild.

Ach ja, Telefonieren sollte man ja auch können: Die Tonqualität ist in Ordnung, der Empfang im Vergleich zu ähnlichen Smartphones sogar sehr gut. Musik lässt sich beispielsweise über die mitgelieferten Kopfhörer ebenfalls in sehr guter Qualität anhören.

Der Preis des Handys liegt laut geizhals.at im freien Verkauf bei rund 630 Euro.

Für LTE gerüstet

Das Sony Xperia Z wird von hierzulande zunächst nur von A1 angeboten; ab Anfang März soll es dann auch bei den anderen Betreibern verfügbar sein. A1 nutzt das für LTE vorbereitete Handy, um diese neue, schnelle Übertragungstechnologie in Österreich zu vermarkten.

Fazit

Das Xperia Z ist ein schnelles, etwas gar groß geratenes Android-Smartphone, das mit einem hervorragenden Bildschirm und einem vergleichsweise leistungsfähigen Akku punktet. Ein Konkurrent ist das Google Nexus 4, das mit handlicheren Abmessungen und einem etwas niedrigeren Verkaufspreis punktet. Wer mehr auf Multimedia-Aspekte Wert legt, ist aber mit dem Xperia Z gut bedient.

UPDATE 21. Februar: Absturz & Austausch

Oben beschriebener Totalausfall des Handys passiert bei unserem Test noch zweimal. Das Handy schaltet sich jeweils selbst aus, obwohl der Akku laut Anzeige noch zu gut einem Drittel gefüllt ist. Nach mehreren und mehrstündigen Versuchen lässt es sich dann seltsamerweise wieder einschalten, nachdem es nochmals geladen wurde. Laut Sony könnte das daran liegen, dass die Presse-Testgeräte noch nicht die endgültige Software für den österreichischen Markt erhalten haben. Wir vermuten eine allzu rasche Entladung des Akkus durch einen Softwarefehler.

Das Testgerät wurde ausgetauscht, beim neuen Testmodell haben sich die Probleme nicht mehr gezeigt. Offenbar war tatsächlich eine noch nicht ausgereifte Softwareversion schuld.

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