HTC will mit neuen Handys die Kehrtwende schaffen

HTC will mit neuen Handys die Kehrtwende schaffen

Der taiwanesische Handy-Hersteller, zuletzt von Umsatzrückgängen gebeutelt, will mit neuen Modellen wieder an die große Konkurrenz anschließen. Das Betriebssystem Windows Phone spielt dabei eine Rolle.

Für das derzeit laufende Quartal des Geschäftsjahres hat HTC einen Umsatzrückgang von rund 40 Prozent prophezeit. Der taiwanesische Konzern, dessen Hauptgeschäft die Herstellung von Smartphones ist, hat zuletzt auch weitere Anteile am Weltmarkt verloren: Bei den verkauften Stück ist der Anteil von 2,7 Prozent im dritten Quartal 2011 auf zuletzt nur noch zwei Prozent gesunken. Die Konkurrenz – allen voran Samsung und Apple – hatte einfach die besseren Geräte parat. Das ist für HTC doppelt bitter, denn noch vor zwei Jahren galt dieser Hersteller als einer der besten, wenn es um Android-Handys ging. Vom starken Aufschwung dieses Systems konnte HTC aber gar nicht profitieren.

Das soll sich nun ändern. Bei einer Pressekonferenz heute, Mittwoch, in Wien hat das HTC-Management der Region Deutschland, Schweiz und Österreich die neuen Modelle vorgestellt. Mit diesen will man auch in Österreich wieder mehr Kunden begeistern – obwohl der Markt hier schwierig sei, denn die Kunden wollten zwar die besten Smartphones, dafür aber wenig bezahlen.

Folgende drei Modelle stehen derzeit im Fokus:

HTC Desire X

Dieses Mittelpreis-Modell basiert auf dem Desire, das erstmals 2010 verkauft wurde. Das Gerät soll rund 300 Euro kosten, verfügt über einen vier Zoll großen Bildschirm und einen Dualcore-Prozessor. Es ist allerdings zu erwarten, dass die Desire-Reihe irgendwann ausläuft.

HTC One X+

Das derzeitige Spitzenmodell der One-Reihe wurde gegenüber dem Vorgängermodell One nicht gravierend adaptiert, sondern eher verfeinert. So hat es einen deutlich größeren Speicher: 64 GB sind schon recht beachtlich. Der Akku soll nun um ein Drittel leistungsfähiger sein bzw. wurde die Software dahingehend optimiert, dass die Batterie länger hält. Das Gerät verfügt über einen 1,7 Ghz Quad-Core-Prozessor und hat einen 4,3 Zoll großen Bildschirm (knapp elf Zentimeter).

Als erstes Gerät wird das One X+ für ein neues Web-Service von HTC optimiert sein: Damit können Käufer schon vor dem Auspacken ihres neuen Handys die Einstellung via Web-Browser vornehmen, etwa die Konfiguration des Startbildschirms. Diese Einstellungen können dann auch gespeichert werden, um etwa bei einem Verlust des Handys alle Daten wieder herstellen zu können. Das Ganze nennt sich „HTC Erste Schritte“, hier gibt es im Web die entsprechende Site .

Das Gerät soll rund 650 Euro kosten und in Kürze auch in Österreich erhältlich sein. Ein wichtiges Kriterium für den Erfolg hierzulande wird sein, wie sehr die Mobilfunkprovider dieses Modell in ihr Programm aufnehmen. Als weitere Modelle der One-Reihe gibt es das One X mit 16 GB sowie das One XL, eine LTE-Variante, die derzeit aber nicht in Österreich zu kaufen ist.

Hier das Gerät zum Ansehen: Bild ansehen .

HTC Windows Phone 8X

Wichtig für HTC, das sich schon vor Jahren mit dem damals noch unausgereiften Windows-Handysystem plagte, wird in Zukunft die Plattform Windows Phone sein. Das Spitzenmodell dazu heißt 8X; laut HTC wird es von Microsoft als Referenzmodell für seine Handy-Offensive verwendet. Das sehr leichte (130 Gramm) Handy hat einen 4,3 Zoll großen Bildschirm und hat einen 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor. Es soll beispielsweise beim Surfen im Web besonders schnell sein; erste Tests (auch hier auf FORMAT.AT) werden diese Behauptung überprüfen. Preis des 8X: Rund 500 Euro. Als zweites neues Windows-Modell dient das 8S, das mit einem Kampfpreis von 300 Euro für preisbewusstere Käufer gedacht ist.

Hier das Windows Phone 8X: Bild ansehen .

Robert Prazak

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