HTC weist Gerüchte über Zahlungen an Apple zurück

HTC weist Gerüchte über Zahlungen an Apple zurück

Der taiwanesische Handy-Hersteller HTC soll pro verkauftem Handy bis zu acht Dollar an Apple zahlen, wird gerüchteweise verbreitet. HTC weist das entrüstet zurück.

Patentstreitigkeiten sind zur bestimmenden Umgangsform auf dem Weltmarkt für Handys geworden - ständig bekämpfen sich die großen Hersteller vor Patentgerichten. Umso erstaunlicher war die vor zehn Tagen bekannt gewordene Einigung zwischen Apple und seinem taiwanischen Rivalen HTC. Beide Konzerne verkündeten die Einigung auf ein zehnjähriges Lizenzabkommen. Diese soll alle laufenden und künftigen Patente einschließen.

Konkrete Einzelheiten wurden nicht genannt. Später tauchten Gerüchte auf, HTC würde je verkauftem Android-Handy sechs bis acht Dollar an Apple überweisen müssen. Peter Chou, CEO von HTC, hat das heute aber entrüstet zurückgewiesen. Diese Zahlen würden jeder Grundlage entbehren, sein Konzern sei mit dem Vergleich sehr zufrieden. Genaue Zahlen wurde er aber erneut nicht nennen.

Der Hintergrund

Der iPhone-Hersteller Apple hatte den asiatischen Handybauer 2010 wegen angeblicher Patentverletzung verklagt. Es war das erste Mal, dass der US-Konzern gegen ein Unternehmen vorging, das für seine Geräte die Android-Betriebssoftware des Apple-Konkurrenten Google nutzt. Mit seinen Klagen gegen HTC hatte es der kalifornische Konzern geschafft, sich einen Teil der Konkurrenz auf dem wichtigem Heimatmarkt vom Leibe zu halten. Der als schnell wachsender Branchenschreck gestartete Handybauer HTC kommt im Kampf gegen Apple und Samsung derzeit unter die Räder und rechnet für das vierte Quartal mit einem Umsatzeinbruch.

Im Laufe des Tages folgen News von HTC über die neuen Modelle.

Quellen u.a. Reuters

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