Hedgefonds setzen Apple unter Druck

Hedgefonds setzen Apple unter Druck

Als die Aktie von Apple im ersten Quartal Verluste verzeichnete, waren Tiger Global Management, Appaloosa Management und Tudor Investment unter den Hedgefonds, die große Pakete abstießen. Die große Frage bleibt: Wann kommt ein neuer Bestseller?

So hat etwa der von Chase Coleman gegründete Hedgefonds Tiger Global in der Märzperiode seine Beteiligung um 790.000 Aktien oder 443,7 Millionen Dollar (344,9 Millionen Euro) zurückgefahren. Auch der vom Milliardär David Tepper geführte Hedgefonds Appaloosa verkaufte 372.661 Anteile. Last but not least: Tudor Investment, die 13 Milliarden Dollar schwere Hedgefonds-Firma unter Führung von Paul Tudor Jones, hat einer Mitteilung zufolge ihre gesamte Beteiligung im Wert von 205,5 Millionen Dollar verkauft.

Wann kommt ein neuer Bestseller?

Die Bekanntgabe der reduzierten Beteiligungen belastete die Apple-Aktie. Sie unterstreicht die im vorigen Quartal aufgekommenen Bedenken, wann das Unternehmen endlich einen neuen Bestseller vorstellen wird, der auch an frühere Erfolgsprodukte wie das iPad anknüpfen kann.

Investoren sorgen sich, dass Apple eine Abkühlung bei Gewinn und Umsatz, schmalere Margen und zunehmender Wettbewerb im Mobilfunkbereich bevorstehen.

In den ersten drei Monaten des Jahres, als sich eine Verlangsamung des Absatzwachstums beim iPhone abzeichnete, verlor die Apple-Aktie 17 Prozent, während US-Aktien zehn Prozent zulegten.

Minus 39 Prozent seit dem Rekordhoch

Am gestrigen Mittwoch gab die Apple-Aktie in New York 3,4 Prozent auf 428,85 Dollar nach - es war der stärkste Kursverlust seit dem 17. April. Damit hat das Papier seit seinem Rekordhoch im September bereits 39 Prozent an Wert verloren.

Aber nicht alle Hedgefonds haben ihre Beteiligunen an Apple verringert. Die von David Einhorn geführte Greenlight Capital hat im ersten Quartal 1,09 Millionen Aktien hinzugekauft. Bevor Apple im April höhere Dividenden und verstärkte Aktienrückkäufe ankündigte, hatte Einhorn das Unternehmen gedrängt, mehr Geld an die Aktionäre auszuschütten.

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