Leo Tolstoi und Google: Zum 186. Todestag ein Doodle

Leo Tolstoi und Google: Zum 186. Todestag ein Doodle

Jedem ist "Krieg und Frieden" ein Begriff - doch nur die hartnäckigsten Literaturliebhaber haben das 1645 Seiten starke Werk tatsächlich zu Ende gelesen. Der Cartoonist, der Leo Tolstoi zum 186. Todestag ehrt, hat sich für seine Arbeit intensiv mit der Materie beschäftigt.

Google adaptiert gelegentlich seine Startseite, um in Form eines "Doodle" (deutsch: "Kritzelei") auf besondere Ereignisse hinzuweisen und berühmte Persönlichkeiten zu ehren. Manchmal sind darunter auch Persönlichkeiten, die dem gemeinen Volk wenig sagen - der Mathematiker John Venn ist als Person nur den wenigsten Menschen bekannt, seine Venn-Diagramme sind hingegen jedem Schüler ein Begriff.
Den heutigen Ehrengast kennt hingegen Jeder zumindest vom Hörensagen: Geehrt wird am 9.9. der russische Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi - im Deutschen kurz als Leo Tolstoi bekannt - zu dessen 186. Todestag. Bekannt ist er durch Werke wie "Krieg und Frieden" (1645 Seiten) oder "Anna Karenina" (992 Seiten) - wer diese Mammutwerke tatsächlich gelesen hat, der kann sich getrost als Liebhaber des realistischen Romans und der russischen Literatur bezeichnen.

Dramaturgischer Ablauf des Google Doodles

Auf einer Seite über den Doodle erklärt Google, wie die Ehrung des russischen Schriftstellers entstand: Der Künstler hatte kurz vor seinem Google-Auftrag bereits Zeichnungen für Penguin Classics angefertigt, die für eine Jubiläumsedition von James Joyces "Dubliners" verwendet wurden. Beide Autoren seien sehr vorsichtig mit ihren Worten, heißt es vom Künstler, und ließen dadurch dem Leser viel Freiraum in seiner Vorstellungskraft - ebenso erlauben es Comic-Zeichnungen, im Gegensatz zur realistischen Malerei, die Phantasie des Betrachters anzuregen.

Skizzen des Künstlers zu James Joyces "Dubliners"

Um eine gemeinsame Basis zwischen den beiden Kunstformen des realistischen Romans und des Comics zu finden, hat der Zeichner Tolstois Werke ein weiteres Mal gelesen, Zeichnungen per Hand angefertigt und diese anschließend im Photoshop bearbeitet. So wird dem russischen Autor für einen Tag Tribut gezollt - und die Zahl jener, die zumindest einen Anlauf zum Lesen von "Krieg und Frieden" starten, wird sich heute wohl leicht erhöhen. Doch, wie gesagt: Fertig gelesen hat das Buch kaum jemand.

Anna Karenina zu Gast bei Photoshop

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