Google Glass: Zurück an den Start

Google Glass: Zurück an den Start

Google-Mitgründer Sergey Brin wartet auf die zweite Google-Brille

Der Suchmaschinenkonzern justiert bei der Google Brille nach. Das bisherige Forschungsprogramm wird eingestellt, der Verkauf der Datenbrille gestoppt. Die Google Brille soll unter der Leitung von Ex-Apple-Manager Tony Fadell runderneuert werden.

Das mediale Aufsehen der Google-Brille war gewaltig. Über zwei Jahre nach der Präsentation der Google-Brille mit eingebautem Internetzugang und Kamera ist nun Schluss. Google Glass in der bestehenden Form ist Vergangenheit. Ein Rohrkrepierer sagen diejenigen, die rein auf die Verkaufszahlen blicken und Bedenken hinsichtlich Datenschutz haben. Es sei ohnehin nur ein Forschungsprojekt, nie für den Konsumentenmarkt bestimmt gewesen versucht man bei Google und den Early Adopters zu beschwichtigen. Der Verkauf der Google-Brille wird vorerst eingestellt.

Google Glass 2.0

Google Glass ist aber mit der Einstellung des Projekts noch nicht am Ende. Es soll neu aufgesetzt werden. Mit der Ankündigung, dass Google das sogenannte Explorer-Programm einstellt, wurde gleichzeitig angekündigt, dass sich künftig Tony Fadell um eine neue Google-Brille quasi in Version 2.0 kümmern soll. Fadell hatte einst für Apple den iPod erfunden.

Google Glass wurde im Juni 2012 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Verkauf in ausgewählten Ländern startete mit Verzögerungen erst im Februar 2013. Die Google-Brille mit der eingebauten Kamera hatte hauptsächlich Technofreaks, Entwickler und IT-Konzerne begeistert. Am Konsumentenmarkt war die 1500 Dollar teure Brille mit Internetzugang unter der Wahrnehmungsgrenze. Von einer rasenden Nachfrage kann bis heute nicht gesprochen werden. Der schwache Akku hat die Kauflust zusätzlich gehemmt. Einige Zehntausend Brille soll Google bisher verkauft haben.

In der Forschung, der Autoindustrie oder etwa bei Softwareherstellen wie SAP wird die Google-Brille in Projekten auch in Europa getestet.

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