The Last of Us: Sonys PS3-Apokalypse im Test

The Last of Us: Sonys PS3-Apokalypse im Test

Die PS3 wird in Kürze von der PS4 verdrängt werden, ein letztes Highlight auf Sonys Spielkonsole soll “The Last of Us” von Naughty Dog sein. Hält das Spiel, was die Ankündigungen versprechen?

So schön kann das Ende sein: „The Last of Us“ ist in mehrfacher Hinsicht ein Endzeit-Drama. Das Game könnte das letzte Highlight für die PlayStation 3 sein – diese Spielekonsole von Sony wird in Kürze durch die PlayStation 4 ersetzt, die laut jüngsten Gerüchten schon ab Mitte November verkauft werden soll. Und das Spiel, das von den Uncharted-Machern Naughty Dog programmiert wurde, spielt in einer Welt, in der es nach einer Pandemie nur noch einige wenige Überlebende der Menschheit durch die unwirtlichen Städte treibt.

Gut, es geht also wieder mal um das Überleben nach einer Apokalypse. Und ja, richtig, es kommen auch Zombies vor. Und nein, das sollte nicht vor dem Spiel abschrecken, das bewährte (man könnte auch vermuten: ausgelutschte) Grundthemen ganz neu aufmischt.

Schon der Beginn verspricht zumindest optische Genüsse: Das von Lianen überwucherte Fenster, vor dem sich Vorhänge im Wind bewegen, lässt vermuten, dass hier in grafischer Hinsicht ganze Arbeit geleistet wurde. Dann geht es los: Die Anfangssequenz, die alleine von der Inszenierung her den Spielfilm-Charakter des Spiels beweist, spielt 20 Jahre vor der eigentlichen Handlung und macht später deutlich, weshalb unser Hauptcharakter mental angeknackst ist. Es folgt der Sprung in eine Zeit, in der Menschen in desolaten Städten ums Überleben kämpfen, schikaniert von einer allgegenwärtigen, anonymen Militärmacht.

Unser Hauptprotagonist, sozusagen unser Alter Ego, ist Joel. Eine Stärke des Spiels ist es, das merken Spieler schon bald, die Charaktere nicht als blasse Playmobil-Figuren mit einer Knarre in der Hand durch die virtuelle Landschaft rennen zu lassen, sondern ihnen Leben einzuhauchen. Das passiert anhand fein erzählter Zwischensequenzen, aber auch mit ihren (unseren?) Handlungen im Spiel. Joel muss jedenfalls, so die Story, die junge Ellie in ein Labor schmuggeln. Wir wollen jetzt keine Spoiler setzen (wie das etwa so manche neunmalkluge Tageszeitung in ihren Tests gerne tut – danke dafür!), aber das Ganze geht nicht ohne Dramatik und Opfer über die perfekte in Szene gesetzte Bühne: Schwach beleuchtete Tunnel, schiefe Hochhäuser, von der Natur zurückeroberte Straßen. Des Öfteren ertappt man sich dabei, einfach mal in der Gegend zu stehen und die fantastische Grafik zu bewundern. Okay, Sie brauchen jetzt nicht den Psychiater bemühen, ich weiß, dass dies nur ein Spiel ist. Aber was einem sonst nur im Kino passiert, geschieht hier tatsächlich in einem Spiel: Man vergisst die reale Umgebung und fällt völlig in die virtuelle hinein. Das passiert bei Games nämlich insgesamt deutlich seltener als es uns die Hersteller weismachen wollen.

Allzu lange hält uns die idyllische Betrachtung der Umgebung aber nicht auf, denn „The Last of Us“ (freigegeben ab 18 Jahren) ist auch ein brutales, bisweilen verstörend grausiges Überlebenskampf-Spiel. Brutal nicht nur wegen der oftmals recht deutlich gezeigten Gewalt- und Blutszenen, sondern auch wegen der Schwierigkeiten, die die bisweilen umständliche Steuerung verursacht. In manchen Szenen, in denen man sich gegen eine ganze Armada seltsam verwandelter Kreaturen (einige sind blind, aber beinahe unbesiegbar, andere wiederum dümmlich, aber in Massen auftretend), scheitert man gleich mehrere Male. Erst nach und nach erschließen sich spielerische Möglichkeiten, wie man den Zusammenstößen eher ausweicht als mitten ins Verderben zu rennen. Stets ist es aber beklemmend, wie man versucht, seine Figuren in dieser Endzeit-Welt vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Die Gewaltszenen unterwerfen sich hier, so der persönliche Eindruck, aber dem Spiel, sie sind nicht Selbstzweck. Die Handlung und ihre Charaktere stehen im Vordergrund, so wie es bei einem gut gemachten Horror- oder Action-Film eben sein soll. Insofern ist Last of Us richtungsweisend. Es ist ganz großes Kino. Und ein Grund, die PS3 nochmals so richtig auszukosten.

In Kürze weitere Eindrücke vom Spiel von den Gewinnern unseres jüngsten Preisausschreibens .

Haben Sie das Spiel auch schon probiert? Über Ihre Meinung via Mail würden wir uns freuen.

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