PS4 im Test: Was kann die neue Konsole von Sony wirklich?

PS4 im Test: Was kann die neue Konsole von Sony wirklich?

Damit steht einem direkten Vergleich mit der nichts mehr im Weg. Wer hat die besseren Karten?

Von der Xbox One wurden laut Hersteller Microsoft in den ersten 24 Stunden nach dem Start letzten Freitag weltweit eine Million Stück verkauft. Sony hat mit der PS4 beim Marktstart in den USA den gleichen Wert verlautbaren lassen. Die beiden Spielkonsolen sind für die beiden Konkurrenten strategisch sehr wichtig, wobei Sony wegen des geringeren Kaufpreises (399 Euro im Vergleich zu 499 für die Xbox One) etwas in der Favoritenrollen zu sein scheint – dafür baut Microsoft auf die Stärke des Kinect-Sensors.

Was kann die neue PS4 wirklich? FORMAT.at konnte die Konsole einige Tage vor dem Marktstart in der Praxis testen.


PS4 "in the box"

Die PS4 wird im Paket mit einem Controller, einem Headset und diversen Kabeln inklusive HDMI-Kabel ausgeliefert.


PS4 fast ausgepackt

Die Konsole selbst (27,5 Zentimeter mal 30,5 mal 5,3) ist doch deutlich kleiner als die Xbox One, vom Design her wirkt sie etwas stimmiger und weniger klobig – aber das ist bekanntlich Geschmackssache.


PS4-Zubehör

Die PS4 kann hingelegt oder aufgestellt werden – für letzteres braucht man aber einen eigenen Standfuß. An der Oberseite leuchtet ein dezentes Licht, Discs werden von vorne eingelegt.

Es gibt kein eigenes Netzteil wie bei der Xbox. In unserem Test war das Lüftungsgeräusch so gut wie nicht zu hören, im Vergleich zur PS3 dürfte auch die Wärmeentwicklung deutlich geringer sein. Vorne an der Konsolen finden sich USB-Anschlüsse.

Sehr guter Controller

Neu ist der Controller – und hier gibt es den ersten klaren Pluspunkt für Sony: Dieser liegt sehr gut in der Hand, ist leicht und die Tasten sind gut zu erreichen und zu bedienen, auch jene an der Rückseite. An der oberen Rückseite findet sich ein Lichtfeld, das beispielsweise anzeigt, wenn man warten muss und zudem für die Bewegungssteuerung genutzt wird. Ärgerlich sind höchstens die neuen Buttons „Options“ und „Share“, die schwierig zu drücken sind. Der Controller verfügt auch über ein Touchpad wie man es von Notebooks kennt. Wirklich sinnvolle Anwendungsgebiete dafür gibt es derzeit allerdings noch nicht.

Die Menüoberfläche der PS4 wurde im Vergleich zu jener der PS3 übersichtlicher, beinahe stromlinienförmig. Rasches Umschalten zwischen den Punkten ist möglich, Spiele können dabei im Hintergrund weiterlaufen. Interessante neue Möglichkeiten, etwa eine Speicherung von Spielständen in der Cloud oder Live-Sessions vieler Spieler gleichzeitig müssen erst in der Praxis ausführlich getestet werden, ehe hier ein Urteil möglich ist. Positiv fällt auf, dass während der Installation neuer Spiele schon vorab gespielt werden kann.

Während bei der Xbox One ein Kinect-Sensor inklusive starker Kamera inkludiert sind, kostet die PS4-Kamera extra (ca. 60 Euro). Es bleibt abzuwarten, wie sich deren Einsatz bei neuen Spielen bewährt.

Werbung „for the players“

Sony preist seine Konsole derzeit mit dem Slogan „This Is For The Players“ an (siehe auch Videos der Marketing-Kampagne unten). Soll heißen: Im Moment stehen wie bei der Xbox One vor allem die Spielernaturen als Zielgruppe im Fokus. Erreichen will man diese mit den zum Start verfügbaren Titeln wie „Killzone: Shadow Falls“ (exklusiv für die PS4) und „FIFA 14“. Letzteres zeigt schon nach einigen Matches, welche Stärke in der PS4 steckt: Die Grafikdarstellung ist fantastisch, selbst kleinste Details sind erkennbar. Das Publikum im Stadion beispielsweise ist keine gesichts- und ausdruckslose Masse mehr, sondern jeder einzelne virtuelle Zuseher reagiert anders. Das gesamte Spielgeschehen ist flüssiger, der Computergegner intelligenter, die Bewegungen der Spieler noch näher an der Realität. Die PS4 ist hier ein Quantensprung.

Das erwähnte „Killzone“ ist die vierte Auflage der erfolgreichen Shooter-Reihe, die ebenfalls die Rechenleistungen der PS4 für atemberaubende Panoramen und detaillierte Darstellung nutzt. Das Spiel selbst scheint eher nach dem Motto „more of the same“ konzipiert worden zu sein und bietet zumindest in den ersten Stunden eher mittelmäßige Unterhaltung (ab 18 Jahren zugelassen). Das ebenfalls Sony-exklusive Kinderabenteuer „Knack“ ist eine recht nette Unterhaltung für zwischendurch – nicht mehr und nicht weniger. Interessant für Gamer ist indes die Möglichkeit, Videoclips von den spielerischen Erfolgen bzw. Misserfolgen anfertigen zu können.

Fazit

Genau wie die Xbox One ist die PS4 derzeit vor allem für Konsolen-Gamer gedacht. Der starke Prozessor macht flüssig, ungemein gut dargestellte Games möglich. Im Vergleich zur Microsoft-Konsole kann Sony mit niedrigerem Verkaufspreis, sehr gutem Controller und angenehmerer Optik punkten.
Das Match zwischen den beiden Kontrahenten wird langfristig aber über zwei zentrale Fragen entschieden werden: Gibt es Spiele, die das Potenzial der Konsole voll ausschöpfen? Und welche Multimedia-Anwendungen (etwa neue Apps, Chat, etc.) werden aus der Konsole ein echtes Allround-Gerät fürs Wohnzimmer machen?

Video 1: Sony-Clip zur Geschichte der PlayStation

Video 2: Sony-Werbung zur PS4 mit dem Motto “This Is For The Players”

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