iPhone als Konkurrenz: Wii U ist ein Ladenhüter

iPhone als Konkurrenz: Wii U ist ein Ladenhüter

Die Kunden spielen lieber "Angry Birds" auf dem Smartphone oder dem Tablet-PC, als sich eine neue Wii U ins Wohnzimmer zu stellen. Das setzt die Japaner unter Druck: Der Chef kürzt sein eigenes Gehalt.

Für den japanischen Hersteller Nintendo will die Sonne einfach nicht aufgehen: Im vergangenen Geschäftsjahr fiel ein Minus von 23,2 Milliarden Yen (163,5 Millionen Euro) an. Im Jahr davor hatte Nintendo noch rund 7,1 Milliarden Yen verdient. Der Umsatz schrumpfte um 10 Prozent auf 571,7 Milliarden Yen.

Grund dafür ist, dass sich die neue Spielekonsole Wii U schlecht verkauft: Ihr Gesamtabsatz erreichte 6,17 Millionen Geräte, in den vergangenen drei Monaten gingen nur gut 300.000 Wii-U-Konsolen über den Ladentisch.

Besser: Sony und Microsoft

Besser geht es den Konkurrenten Sony und Microsoft, die ihre Spielekonsolen der jüngsten Generation im vergangenen November auf den Markt brachten: Sony verkaufte von November bis Anfang Februar 5,3 Millionen Spielekonsolen; Microsofts Xbox One begeisterte allein in den ersten zwei Monaten drei Millionen Gamer. Diese Zahlen ändern aber nichts an der Tatsache, dass die Konsolenhersteller einen gemeinsamen Feind haben: Mobile Geräte, also Smartphones und Tablet-PCs, nehmen ihnen zunehmend Umsätze weg. Besonders beliebt sind die einfach gestalteten Handy-Games unter so genannten „Casual Gamern“, die einfach nur eine leichte Unterhaltung für zwischendurch suchen. Hier ist Nintendo besonders gefährdet: Während zum Beispiel das an erwachsene Spieler gerichtete „GTA 5“ in der Produktion 265 Millionen Dollar (202 Millionen Euro) verschlang und für Playstation und Xbox erschien, setzt Nintendo seine Hoffnung auf leichte, familienfreundliche Unterhaltung wie „Mario Kart 8“ – und hier gibt es inzwischen viel Konkurrenz für Handys, Tablets oder als Gratis-Spiele im Web.

Chefs kürzen sich selbst das Gehalt

Das schlechte Jahresergebnis war bereits seit Monaten absehbar – dennoch hatte Nintendo zum Jahresanfang verkündet, am bisherigen Geschäftsmodell festzuhalten. "Wir glauben, dass Videospiele-Plattformen, die Geräte und Software vereinen, unser Kerngeschäft bleiben werden", erklärte Konzernchef Satoru Iwata vor Investoren im Jänner.

Fast zeitgleich gab Iwata bekannt, angesichts der ernsten Lage für fünf Monate auf die Hälfte seines Gehalts zu verzichten. Seine Vorstandskollegen folgten seinem Schritt mit einem Gehaltsverzicht zwischen 20 und 30 Prozent. Ob er auch nach Ablauf der fünf Monate, also Ende Juni, bei der Gehaltskürzung bleibe, ließ er Anfang Jänner noch offen. Er werde seine Entscheidung nach einer Neubewertung der Lage im Sommer fällen, sagte er. Viel Anlass zur Hoffnung hat er angesichts der aktuellen Zahlen nicht wirklich.

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