Foxconn weiter an Sharp-Einstieg interessiert

Foxconn weiter an Sharp-Einstieg interessiert

Das angeschlagene japanische Elektronikkonzern Sharp sucht weiter händeringend nach Investoren. Der Auftragsfertiger Foxconn zeigt sich weiter interessiert, doch allzu rasch dürfte ein Einstieg nicht über die Bühne gehen.

Der angeschlagene Elektronik-Riese Sharp verhandelt laut einem Medienbericht weiter über einen Einstieg des weltgrößten Auftragsfertigers Foxconn, auch nachdem die ursprüngliche Frist für einen Deal am Dienstag abgelaufen ist. Es sei aber nicht mit einer schnellen Einigung zu rechnen, weil es immer noch Differenzen über den künftigen Einfluss gebe, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg weiter unter Berufung auf informierte Personen.

Sharp kämpft mit hohen Verlusten und ist auf frisches Geld von außen angewiesen. Der japanische Flachbild-TV-Pionier ging bereits eine Partnerschaft mit dem Konkurrenten Samsung ein und holte sich den Chip-Spezialisten Qualcomm ins Boot. Im Herbst musste Sharp bereits offiziell Existenz-Sorgen eingestehen, zuletzt hat sich die Finanzlage mit einer Abschwächung des Yen aber etwas gebessert.

Viel Geld nötig

Allerdings brauche Sharp dennoch dringend viel zusätzliches Geld, weil im Juni eine Kreditlinie auslaufe und im September Anleihen fällig würden, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Dafür wolle das Unternehmen voraussichtlich im Sommer neue Aktien ausgeben, hieß es. Sharp prüfe auch andere Optionen wie den Einstieg von Finanzinvestoren. Allerdings sei das Management nach wie vor nicht dazu bereit, die Kontrolle über das Unternehmen zu teilen, hieß es.

Das galt auch schon als Knackpunkt in den seit einem Jahr laufenden Gesprächen mit Foxconn. Der Apple-Auftragsfertiger wollte ursprünglich 9,9 Prozent von Sharp für 66,9 Mrd. Yen (derzeit 546 Mio. Euro) kaufen. Doch angesichts schlechter Geschäftszahlen sackte die Sharp-Aktie tief unter den damals vereinbarten Preis von 550 Yen und es wurden neue Verhandlungen nötig, die bisher erfolglos blieben.

Nokia Zentrale in Espoo, Finnland

Wirtschaft

Nokias Auferstehung: Finnen beleben Handy-Marke wieder

Technik

Apple knickt ein: Weg frei für iPhone-Entsperrung

Technik

Und Action: GoPro kauft zwei Video-Apps