Firmendaten werden zu wenig geschützt

Firmendaten werden zu wenig geschützt

Studie von Cisco sieht gravierende Mängel bei der IT-Sicherheit österreichischer Unternehmen. Der Zugriff auf heikle Daten über Mobilgeräte wird als ein Schwachpunkt ausgemacht.

Eine heute, Montag, von Cisco präsentierte Studie über die IT-Sicherheit in Österreichs Unternehmen zeigt, dass der Zugriff auf Firmendaten über private Geräte ein Risiko darstellt. Demnach ermöglicht schon jedes dritte Unternehmen den Mitarbeitern, eigene Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets für den Zugriff auf Firmendaten zu verwenden. Dabei sei allerdings mehr als die Hälfte dieser Geräte nicht in das IT-Sicherheitssystem des Unternehmens eingebunden.

Dazu muss allerdings ergänzt werden, dass dieser Zugriff über eigene Geräte auch in der oftmals rigiden Sparpolitik der Firmen begründet ist – die Mitarbeiter bekommen keine Firmenhandys oder Firmen-Tablets zur Verfügung gestellt und „surfen“ dann wohl oder übel mit ihrer eigenen Hardware in den Firmennetzen. "Die Absicherung mobiler Endgeräte muss daher einen hohen Stellenwert einnehmen", warnt Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria.

Facebook & Co. ohne Ende

Anlass zur Sorge bei Sicherheitsexperten ist auch die Tatsache, dass rund zwei Drittel der österreichischen Unternehmen haben keine Richtlinien für die Nutzung von sozialen Medien haben. Die stärkste Bedrohung für die IT-Systeme sind nach wie vor Angriffe von außen: doch nur ein Drittel der insgesamt rund 300 befragten Führungskräfte weiß wenig oder gar nicht Bescheid, ob ihr Unternehmen überhaupt vor Trojanern und Computerviren geschützt ist. Der Schaden aufgrund eines mangelnden IT-Schutzes kann dabei allerdings existenzbedrohende Ausmaße annehmen: 42 Prozent der Unternehmen hatten dadurch bereits Systemausfälle. Für jedes zehnte Unternehmen könnte ein solcher Ausfall sogar die Existenz des Unternehmens gefährden.

Aufholbedarf

Etwa die Hälfte der befragten Führungskräfte ist laut der Cisco-Studie zudem der Meinung, dass die Unternehmen großen Aufholbedarf bei der IT-Sicherheit haben. Dabei warnen Sicherheits-Experten von Cisco in ihrem Annual Security Report 2011 vor einer steigenden Zahl an Cyberangriffen auf mobile Geräte und Cloud-Infrastrukturen. Da sich Geschäftsprozesse immer mehr ins Netz verlagern, empfiehlt Cisco ganzheitliche Sicherheitslösungen, die netzwerkzentriert ausgerichtet sind – letzteres natürlich nicht ganz ohne Eigeninteresse.

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