Erneut Arbeitsniederlegung bei Amazon in Deutschland

Erneut Arbeitsniederlegung bei Amazon in Deutschland

Die Gewerkschaft Verdi will mit weiteren Warnstreiks den Druck auf den Internet-Versandhändler Amazon erhöhen. Die Gewerkschaft lade die Beschäftigten am Amazon-Standort im hessischen Bad Hersfeld für Mittwochnachmittag zu einem zweistündigen Warnstreik und einem "Outdoor-Meeting 2.0" ein, teilte Verdi am Dienstag mit.

In Bad Hersfeld hat Amazon nach Gewerkschaftsangaben rund 3.300 Beschäftigte. Insgesamt hat der US-Konzern in seinen deutschen Logistikzentren mehr als 9.000 Mitarbeiter. Verdi fordert von Amazon tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Dann hätten die Beschäftigten hier zu Lande unter anderem Anspruch auf einen Stundenlohn von über zwölf Euro sowie auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Der Konflikt ist verhärtet. Mitte Mai hatte Verdi erstmals bei Amazon in Deutschland gestreikt. Am Montag waren nach Gewerkschaftsangaben rund 500 Beschäftigte des Verteilzentrums in Leipzig in den Ausstand getreten. Amazon hatte bislang erklärt, die Streiks hätten keine Auswirkungen auf die Kunden.

Amazon hat nach Verdi-Angaben Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker für Mittwoch zu einem Besuch in Bad Hersfeld eingeladen. "Wer sich als Politiker informieren will, sollte auch mit den Beschäftigten sprechen", erklärte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. Verdi wolle zeigen, dass bei Amazon keine heile Welt herrsche. Es gebe stattdessen Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung.

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