Ericsson könnte TV-Software-Sparte von Microsoft kaufen

Ericsson könnte TV-Software-Sparte von Microsoft kaufen

Ericsson soll sich für die IPTV-Sparte von Microsoft interessieren. Während der schwedische Netzwerkausrüster damit den Software-Bereich stärken könnte, würde der US-Konzern ein Technologie loswerden, die zuletzt eher ein Klotz am Bein war.

Der Netzwerkausrüster Ericsson interessiert sich offenbar für die IPTV-Sparte von Microsoft - das berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg heute, Mittwoch. Diese Sparte des US-Konzerns stellt Software her, mit der Telekomfirmen wie etwa AT&T Fernsehsignale über das Internet transportieren können. Schon in den nächsten Wochen könnte die Übernahme bekannt gegeben werden.

Ericsson will mit dem Kauf offenbar seine Software-Sparte ausbauen und weg vom reinen Hardware-Geschäft; eine Sprecherin des Unternehmens wollte zu den Gerüchten indes keine Stellung nehmen. Microsoft wiederum könnte sich auf die Bereitstellung von TV-Angeboten über seine Spielkonsole Xbox konzentrieren. Auch Microsoft hat sich dazu nicht geäußert.

Was bringt IPTV?

Analysten sehen IPTV indes als Technologie, bei der es kein großartiges Wachstum geben könne. Damit können Telekom-Provider Stimme, Daten und TV transportieren. Sie stehen damit in Konkurrenz zu Anbietern wie Netflix sowie mit den Kabelbetreibern.

Die IPTV-Technologie trägt bei Microsoft den Namen MediaRoom und wird seit rund zehn Jahren angeboten. Einstmals ein wichtiges strategisches Produkt, ist es MediaRoom immer mehr aus dem Fokus gerückt. Die größte US-Telekomfirma AT&T nutzt diese in seinem U-Verse-Angebot, das TV mit anderen Diensten wie Internetzugang verbindet. Per Ende 2012 hatte AT&T rund 4,5 Millionen Abonennten dieses Services.

Microsoft hatte sich inzwischen mehr und mehr auf TV-ähnliche Dienste konzentriert, die über die Xbox verbreitet wurden. Dazu hatte es Kooperationen im Rahmen von Xbox Live mit Firmen wie Viacom und dem Sportnetzwerk ESPN gegeben.

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