Diese Woche rückt Google in den Mittelpunkt

Diese Woche rückt Google in den Mittelpunkt

Hardware-, Software- und Börse-Neuigkeiten vom Suchmaschinen-Giganten, der Angst vor der Euro-Krise hat

Jelly Bean wird die Version 4.1 des Betriebssystems Android heißen und diese wird zweifellos bei der am Mittwoch beginnenden Google I/O vorgestellt werden. Diese Entwicklerkonferenz des Suchmaschinen-Konzerns, die bis Freitag im Moscone Center von San Francisco stattfinden wird, ist stets Anlass zu Gerüchten im Vorfeld. Jelly Bean ist eines davon – doch der Wahrheitsgehalt dürfte zumindest bei diesem Thema recht hoch sein. Weit weniger sicher ist die Vorstellung eines eigenen Tablets, das wohl wie das Google-Smartphone Nexus heißen würde. Ob sich Google wie Rivale Microsoft so weit in den Hardware-Bereich vorwagt? Und wenn ja, was würden die bisherigen Hardware-Partner dazu sagen? Gerüchte im Netz – unter anderem angeblich verräterische Eintragungen in den Konferenz-Tagesplänen – gehen aber davon aus, dass das Nexus-Tablet kommt.

Page und Brin richten sich´s

Larry Page Larry Page war jedenfalls in den vergangenen Tagen wie berichtet gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe – es hatte ihm offenbar die Stimme verschlagen. Mit dem kürzlich still und leise vollzogenen Vorbereitungen auf einen Aktiensplit dürfte das nichts zu tun haben – den hat Page erwartungsgemäß bei einem firmeninternen Meeting zur Vorbereitung von Google I/O mit Unterstützung seines Co-Gründer Sergej Brin und Google-Chairman Eric Schmidt durchgebracht.
Im Oktober soll dieser Aktiensplit vollzogen werden. Wichtigste Konsequenz daraus: Brin und Page können in Zukunft bei jeder Abstimmung weiter alleine entscheiden, denn mit ihren Stimmenanteilen können sie wie bisher alle anderen Teilhaber überstimmen. Es werden nämlich neue Anteile ohne Stimmrechte vergeben – so werden alle bestehenden Aktionäre ihre Aktien in zwei Teile splitten müssen; in eine Hälfte mit Stimmrecht und eine ohne Stimmrecht. Diese neue Aktienkategorie namens „C“ ergänzt die Kategorien „A“ (eine Stimme je Aktie) und „B“ (zehn Stimmen je Aktie – diese nutzen Brin und Page). Der Aktiensplit im Verhältnis 1:2 bringt also für jede alte Aktie zwei neue.

Macht abgesichert

Damit sichern sich Brin und Page auf lange Zeit ihren derzeitigen Stimmenanteil von mehr als 55 Prozent. Sie hatten nicht ganz zu Unrecht befürchtet, die Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter und im Zuge von Übernahmen könnte diese Vormachtstellung langsam, aber sicher gefährden.

Indes könnte ein anderes Thema Page und Brin die Stimmung verschlechtern: Die Euro-Krise hat nach Ansicht von US-Analysten einen Einfluss auf den Umsatz von Google, das rund 30 Prozent in Europa erwirtschaftet. Noch war im ersten Quartal davon nichts zu merken: Der Umsatz ist um fast ein Viertel auf 8,14 Milliarden Dollar gestiegen.

Google

Nokia Zentrale in Espoo, Finnland

Wirtschaft

Nokias Auferstehung: Finnen beleben Handy-Marke wieder

Technik

Apple knickt ein: Weg frei für iPhone-Entsperrung

Technik

Und Action: GoPro kauft zwei Video-Apps