Deutsche Telekom will Festnetz am Land abdrehen

Deutsche Telekom will Festnetz am Land abdrehen

Die Deutsche Telekom erwägt einem Bericht zufolge den Verzicht auf unrentable Festnetz-Anschlüsse in Neubaugebieten.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" am Samstag berichtet, will der Konzern künftig prüfen, ob er etwa an Stadträndern oder im ländlichen Raum noch Kupferkabel für Festnetz-Anschlüsse verlegt, wenn sich dies aus Sicht der Telekom nicht rechne. Als Alternative sollen drahtlose Telefonanschlüsse, also Mobilfunktechnik, dienen.

"Das ist die wirtschaftlich günstigere Lösung", zitierte die Zeitung einen Sprecher der Telekom. Dem Bericht zufolge stößt das Vorhaben der Telekom bei der Bundesnetzagentur, die den Wettbewerb im Telefonmarkt überwacht, auf Kritik.

Die Telekom ist laut Telekommunikationsgesetz bundesweit zur Mindestversorgung der Bevölkerung verpflichtet. Dazu gehört neben öffentlichen Telefonzellen ein Festnetz-Anschluss für jeden Haushalt zu einem erschwinglichen Preis.

In den vergangenen Wochen hatten bereits Pläne der Telekom für Protest gesorgt, fürs schnelle Internet-Surfen über den Festnetzanschluss zu Hause eine Datenvolumengrenze einzuführen. Die Begrenzung soll für neue Verträge gelten, die seit dem 2. Mai abgeschlossen werden. Altverträge sollen davon unberührt bleiben. Technisch wird das Vorhaben voraussichtlich nicht vor 2016 umgesetzt.

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