Der Datenverkehr wächst und wächst und wächst

Der Datenverkehr wächst und wächst und wächst

Neue Studie von Cisco sieht starken Anstieg des Datenverkehrs via Web: Bis 2016 werden 19 Milliarden Geräte ans Internet angebunden sein.

Das Internet explodiert –nicht zum ersten Mal wird diese eher oberflächliche Aussage durch Daten unterstrichen: Laut einer Studie von Cisco wächst der Datenverkehr via Internet rasant: Für 2016 wird ein monatlicher Datenaustausch von 110 Exabyte erwartet, das ist das Vierfache des derzeitigen Monatswerts. Ein Expabyte ist eine Trillion Bytes (10 hoch 18) oder eine Billion Gigabyte - das entspricht laut einer Umrechnung von Forschern alle Worte, die jemals von Menschen gesprochen worden sind.

Marginal besser vorstellbar ist die Maßeinheit Petabyte, das ist eine Billiarde Byte oder eine Million Gigabyte. Oder, um wieder einen seltsamen Vergleich zu finden, der gesamte Inhalt aller wissenschaftlichen Bibliotheken in den USA. Jedenfalls wird der globale Datenverkehr 2016 rund 150 Petabyte pro Stunde erreichen – das entspricht dem Kapazitätsbedarf von 278 Millionen Internetnutzern, die gleichzeitig einen HD-Film bei einer mittleren Geschwindigkeit von 1,2 Mbit/s streamen.

Selbst wenn man bedenkt, dass Cisco als Anbieter entsprechender Lösungen natürlich selbst vom prophezeiten Anstieg des Datenverkehrs profitiert, ist die Analyse doch recht interessant. Was aber sind die Ursachen für diesen anschwellenden Datenverkehr? Cisco nennt sechs Punkte:

1. Mehr internetfähige Geräte: Die zunehmende Nutzung von Tablet-PC, Mobiltelefonen und anderen intelligenten Geräten sowie so genannten Machine-to-Machine (M2M)-Verbindungen erhöht den Bedarf an Netzwerkbandbreite. Bis 2016 werden fast 18,9 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein - im Vergleich zu 10,3 Milliarden Netzwerkverbindungen im Jahr 2011. Internetfähige Fernsehgeräte werden mehr als 6 Prozent des weltweiten privaten Internetdatenverkehrs (im Vorjahr waren es erst vier Prozent) sowie 18 Prozent des Videodatenverkehrs (sieben Prozent in 2011) ausmachen.

2. Mehr Internetnutzer: Für das Jahr 2016 geht die Studie von 3,4 Milliarden Internetnutzern aus. Das entspricht 45 Prozent der laut UN-Prognosen dann zu erwartenden Weltbevölkerung.

3. Breitbandverbindung: Die durchschnittliche Übertragungsgeschwindigkeit von kabelgebundenen Breitbandverbindungen wird sich von neun Megabit pro Sekunde im Jahr 2011 auf 34 Mbit/s im Jahr 2016 erhöhen. Das ist eine Erhöhung um das Vierfache.
4. Mehr Videonutzer: Bis 2016 wird die Anzahl der weltweiten Benutzer von Internet-Videoservices von 792 Millionen im Jahr 2011 auf 1,5 Milliarden ansteigen.

5. Mehr Videoservices: Bis 2016 sollen jede Sekunde 1,2 Millionen Minuten an Videoinhalten - dies entspricht einer Abspielzeit von 833 Tagen bzw. mehr als zwei Jahren – via IP laufen.

6. Besser Wlan-Infrastruktur: Bis zum Jahr 2016 entfällt mehr als die Hälfte des weltweiten Internetdatenverkehrs auf Wlan-Verbindungen.

Nokia Zentrale in Espoo, Finnland

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