Champions League: Bayern vs. Dortmund auf Twitter und Facebook

Champions League: Bayern vs. Dortmund auf Twitter und Facebook

Am Samstag treffen im Londoner Wembley-Stadion Bayern München und Borussia Dortmund im Finale der Champions League aufeinander. Die Truppe von David Alaba ist Favorit auf den begehrtesten Titel des europäischen Klubfußballs – doch wie endet ein Social Media-Match der beiden Kontrahenten?

Am Samstag geht das um 20.45 Uhr das Finale der heurigen Champions League im Londoner Wembley-Stadion über die Bühne: Bayern München trifft dort auf Borussia Dortmund; das innerdeutsche Duell um die begehrteste Trophäe des Klubfußballs garantiert jede Menge Emotionen. In der deutschen Bundesliga hat sich heuer Bayern durchgesetzt, musste aber zuletzt wegen des Steuerfalls Hoeneß einen Image-Dämpfer hinnehmen. Bei den Buchmachern ist Bayern eindeutig der Favorit .

Social Media als Teil der Vermarktungsstrategie

Man könnte das Duell der beiden konträren Vereine – hier der noble Münchner Klub mit besten Kontakten zu Wirtschaft und Politik, dort der wirtschaftlich therapierte Verein aus der Arbeiterstadt – auch auf dem Gebiet des Social Media austragen lassen. Tatsächlich sind sowohl der FC Bayern als auch der BVB in dieser Hinsicht sehr umtriebig: Die Homepage der Bayern präsentiert sich mit dem Namen und im Outfit der Deutschen Telekom; wie es sich für eine Weltklasseklub gehört, gibt es einen eigenen Fernsehkanal, Fan-Shop und gut gemachte News. Auch die Web-Präsenz der Borussia wird von den Sponsoren dominiert, wirkt aber insgesamt etwas unaufgeräumter und mehr als Fan-Portal denn als Firmen-Seite.
Auch auf Facebook sind die beiden Vereine selbstverständlich vertreten. Der dortige Auftritt des neuen deutschen Meisters (inklusive Hinweis: “Mia san Meister“ ) hat rund 7,1 Millionen „Gefällt mir“ hervorgerufen, ein martialisch dreinblickender David Alaba soll die Fans auf das Champions-League-Finale einstimmen. Die Facebook-Seite von Borussia Dortmund kommt auf rund 2,6 Millionen hochgestreckte Daumen.

Auf Twitter

Natürlich sind beide Vereine auch auf Twitter vertreten. Der offizielle Account des BVB wird von rund 308.000 Fußballbegeisterten verfolgt, jener des FC Bayern München von rund 343.000 Fans. Die Dortmunder sind eine Spur eifriger beim Verfassen von Tweets.

Wie sieht die Mannschaftsaufstellung der beiden deutschen Kontrahenten auf Twitter aus?

Die Bayern auf Twitter

Sehen wir uns zunächst die Bayern an: Da interessiert uns naturgemäß David Alaba am meisten. Der Österreicher präsentiert sich auf Twitter als religiöser Mensch und kommt auf rund 139.000 Follower. Er selbst folgt neben seinem Verein unter anderem Manuel Ortlechner , Kapitän des FK Austria.

Auch Bayern-Kapitän und Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger ist auf Twitter präsent - viel mehr aber schon nicht, denn bisher hat er erst einen Tweet abgesetzt. Dennoch kommt er schon auf fast 26.000 Follower. Nur etwas mehr hat Mannschaftskollege Manuel Neuer bisher auf Twitter getan : Sieben Tweets haben rund 56.000 Fans angelockt. Zwar nicht so eifrig wie seine Frisur pflegt Claudio Pizarro diesen Social Media-Kanal, er hat aber schon knapp 90.000 Follower mit seinen 126 Tweets gesammelt. Der Peruaner schreibt in Spanisch, zuweilen auch in Englisch. Mario Madzukic zeigt sich derzeit vor allem beim Feiern, hat mit 34 Tweets aber auch schon 45.000 Anhänger gefunden. Auch Toni Kroos , Anatoliy Tymoshchuk (witzige Übersetzungen!) und Rafinha tun etwas für ihre eigene Vermarktung und das ihrer Werbepartner, wenn auch in insgesamt bescheidenem Rahmen. Der deutsche Nationalspieler Jerome Boateng ist ebenso dabei wie Luiz Gustavo und Verteidiger Dante .

Dortmunder auf Twitter

Etwas weniger Twitter-begeistert sind die Dortmunder Spieler. Kapitän Sebastian Kehl beispielsweise ist zwar auf Twitter vertreten , doch mit zwei Tweets nicht wirklich umtriebig. Immerhin hat er bereits mehr als 3600 Follower. Mannschaftskollege Marco Reus hat immerhin schon 37 Tweets abgesetzt, den letzten allerdings Ende März. Auch Jungspund Moritz Leitner ist nicht viel eifriger, während England-Heimkehrer Nuri Sahin ein richtiger Twitter-Fan ist: Er meldet sich zumindest alle paar Tage mit Neuigkeiten. Mehr unter dem Marketing-Aspekt steht der Twitter-Account von Mario Götze - trotz (oder wegen?) seines Wechsels zum Erzrivalen Bayern hat der Jungstar mehr als 222.000 Follower. Wie heißt es beim Twitter-Account des Edeltechnickers so schön? Er wird von Mario und seinem Management gepflegt!"

Fazit: Bayern tun etwas mehr

Insgesamt hinterlassen die Bayern mit ihrer Homepage, auf Facebook und auf Twitter mehr Eindruck als der Finalgegner aus Dortmund, allerdings wirkt manches arg Marketing-getrieben. Twitter-Accounts mit ein bis drei Tweets lösen bei Social-Media-Experten Bauchschmerzen aus - da sollte man es lieber gleich bleiben lassen. Jetzt bleibt abzuwarten, wer nach dem Finale Jubelmeldungen ins Netz posaunen darf: Bayern oder Dortmund?

Linktipp: Video von Sky über die Höhepunkte des letzten Aufeinandertreffens der beiden Klubs - inklusive Sammer-Ausraster.

VIDEO: Der Weg der Mannschaften ins Finale

Nokia Zentrale in Espoo, Finnland

Wirtschaft

Nokias Auferstehung: Finnen beleben Handy-Marke wieder

Technik

Apple knickt ein: Weg frei für iPhone-Entsperrung

Technik

Und Action: GoPro kauft zwei Video-Apps