Mobile Videokommunikation: Vorurteile aus dem Weg räumen

Mobile Videokommunikation: Vorurteile aus dem Weg räumen

Kollegen fallen sich gegenseitig ins Wort, Teilnehmer klinken sich während des Gesprächs einfach aus, Leitungen versagen. Die Nutzung von Videokonferenzsystemen scheint in Unternehmen mehr Herausforderung zu sein, als das, was es zu besprechen gilt.

Das Video „A Conference Call in Real Life“ des Komikers Tripp & Tyler hat sich schnell zu einem Hit auf YouTube entwickelt. Mehr als sieben Millionen Zuschauer finden sich offensichtlich in den dargestellten Situationen wieder und kennen derartige Probleme aus ihrem Berufsalltag.

Obwohl für mobile Videokonferenzsysteme inzwischen technische Optionen parat stehen, die Abhilfe für viele dieser Schwierigkeiten leisten, schreckt ein Großteil der Unternehmen vor der Implementierung solche Lösungen oft immer noch zurück.

Es sind speziell drei Vorurteile, die Firmen als Gründe nennen:

1. Klassische Videokonferenzsysteme unbeliebt

Videotechnik war in Unternehmen bisher typischerweise nur in Konferenzräumen installiert. In den meisten Firmen hört daher das „Experiment Videokommunikation“ unterhalb der Vorstandsebene auf.
Hohe Anschaffungs- und Support-Kosten für spezielle Videoendgeräte haben viele Anwender abgeschreckt. Firmen können allerdings vom Einsatz von Laptops, Smartphones und Tablets enorm profitieren.
Alle diese Geräte sind mittlerweile serienmäßig mit Kameratechnik ausgestattet und erleichtern die Videokommunikation im Unternehmen erheblich. Hohe Investitionen in spezielle Videoendgeräte für die Mitarbeiterebene und das Studium langer Anleitungen sind damit passé. Mitarbeiter können zudem auf die intuitiv bedienbaren Technologien zurückgreifen, die sie auch im Alltag nutzen.

2. Herausforderung für die IT-Infrastruktur

Mobile Videokonferenzsysteme beanspruchen im Vergleich zu anderen Applikationen viel Bandbreite, was zahlreiche Unternehmen glauben lässt, dass die Infrastruktur den Ansprüchen solcher Anwendungen nicht gewachsen ist. Dabei könnte die IT über eine zentrale Plattform beispielsweise nur bestimmten Mitarbeitern Zugriff auf leistungsintensive Anwendungen gestatten.

Auf diese Weise könnte man mobile Videokonferenzsysteme schrittweise einzuführen, ohne die Infrastruktur an ihre Grenzen zu bringen. Auch unterschiedliche Endgerätetypen wie Tablets oder Smartphones werden über eine zentrale Managementplattform verwaltet und abgesichert. Der Einsatz von neuen Videokodierungstechnologien erlaubt Bandbreiteneinsparungen von bis zu 50% gegenüber derzeit etablierten Verfahren.

3. Video-Funktion häufig nicht genutzt

Sprachtechnik ist in Unternehmen allgegenwärtig. Mit mobilen Geräten lässt sich Videokommunikation heutzutage aber sehr einfach breit im Unternehmen verankern. Die Möglichkeit mit Video viel mehr Information als über reine Sprache zu übermitteln macht Konferenzen effizienter und ermüdungsfreier. Zudem lassen sich weitere UC- und Collaboration-Funktionen integrieren.
Mitarbeiter in virtuellen Teams können spontan oder regelmäßig, aber immer unkompliziert, persönliche Gespräche führen. Mobile Technologie erlaubt auf diese Weise eine neue Art des Zusammenarbeitens. Angestellte, die vorwiegend mobil arbeiten und viel reisen, greifen von unterwegs aus auf Videodienste zu. Unternehmen profitieren so von motivierten Mitarbeitern und einer erhöhten Produktivität.


Gastkommentar von
Josef Jarosch
Geschäftsführer Unify Österreich

Business Solution

IT-Experten fordern mehr Geld für Sicherheit

Business Solution

Mobile Apps: Unternehmen schöpfen Potenziale nicht aus

Business Solution

Office 2016: Microsoft eifert Google nach