Mobile Apps: Unternehmen schöpfen Potenziale nicht aus

Mobile Apps: Unternehmen schöpfen Potenziale nicht aus

Unternehmen nutzen das Potenzial mobiler Apps für Smartphones und Tablet PCs noch viel zu wenig, zeigt eine Studie des Managementberatungsunternehmens Accenture.

Mobile Apps für Smartphones und Tablets sind - das hat sich mittlerweile hinlänglich herumgesprochen - wichtige und nützliche Tools für Unternehmen mit ihren Kunden und Klienten. Entsprechend viel Geld wird auch in die Entwicklung von Apps gesteckt. Mangels entsprechender Strukturen und geordneter Prozesse, die schon bei der Entwicklung der Apps nötig wären, sind viele dieser geleisteten Investitionen praktisch wertlos. Schlimmer noch: Eine lieblose Gestaltung und Funktion von Apps führt dazu, dass die Benutzer frustriert und verärgert werden und ein gut gemeintes Angebot letztlich zu einem Schuss nach hinten wird.

Das Managementberatungsunternehmen Accenture hat im Rahmen der Studie „Growing the Digital Business: Spotlight on Mobile Apps“ analysiert, wie Unternehmen mit ihren Apps umgehen und dabei festgestellt, dass es oft schon bei der Entwicklung konzeptionelle Fehler gibt. So holen etwa nur die Hälfte aller Unternehmen während der Entwicklung Feedback ein, was sich später oft in der Form entsprechender Kosten für die Fehlerbehebung und die Verbesserung des Nutzer-Interfaces rächt. Auch auf das Monitoring des Nutzerverhaltens nach dem Launch vergessen viele Unternehmen. Nur ein gutes Drittel setzt entsprechende Tools ein, um die Apps und deren Verwendung zu beobachten.

Obwohl der Großteil der Unternehmen überzeugt ist, dass Kunden gute mobile Apps wollen, herrscht die Meinung vor, dass sich die Apps nicht effektiv für Geschäftszwecke absichern lassen. „Unternehmen müssen sich viel stärker um ihre Apps kümmern“, zieht daher sagt Peter Halper, von Accenture Österreich den Schluss, denn sonst werde viel Geschäftspotenzial verschenkt. Seine Schlussfolgerung: Um von Apps wirklich zu profitieren, müssten Unternehmen sie vor dem Launch rigoros testen und danach konsequent weiter pflegen.

Entwickelt und vergessen

Das geschieht nicht immer. Nach dem Launch sucht nur etwa die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen aktiv nach Fehlern in Apps. Auch auf aktives App-Management wird verzichtet. Die Folge: Die Leistung und das Nutzererlebnis verschlechtern sich mit der Zeit. Das Frustrationspotenzial für die Anwender und die Zahl möglicher Sicherheitslücken steigen. Halper: "Zu viele Unternehmen machen sich nicht die Mühe, ihre Apps nach dem Launch zu verbessern. So laufen die Firmen Gefahr, ihre bereits getätigten Investitionen zu verschwenden.“

Trotz dieser stiefmütterlichen Behandlung von Apps gehen Entscheidungsträger in Unternehmen aber davon aus, dass Apps einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten können, etwa durch das Erschließen neuer Geschäftsfelder:

  • 83 Prozent glauben, dass mobile Apps die dominierende Nutzeroberfläche der Zukunft sein werden.
  • 85 Prozent halten Apps für eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu einer erfolgreichen Digitalisierung.
  • 78 Prozent)halten unternehmensinterne Apps für einen wesentlichen Bestandteil ihrer Organisation.

„Apps sind das Werkzeug, mit dem Unternehmen in Echtzeit auf ihre Daten zugreifen und Entscheidungen treffen können – ganz egal, ob es dabei um Fertigungsprozesse, virtuelle Zusammenarbeit oder den Kontakt zum Kunden geht“, sagt Accenture-Mann Halper. „Die Leistung einer App und das Nutzererlebnis sind deshalb wichtiger als je zuvor. CEOs mit einer Digitalisierungsagenda müssen das Thema zur Chefsache machen.“

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