IBM lässt Start-Ups in der Garage träumen

IBM lässt Start-Ups in der Garage träumen

Aus Garagenbastlern Millionäre machen, das hat sich der milliardenschwere US-Konzern IBM mit seinem Programm "SmartCamp" auf die Fahnen geschrieben.

Seit 2010 arbeitet der IT-Riese mit weltweit 1.600 Jungunternehmern zusammen. Heute, Freitag, findet in Wien das Europa-Finale des heurigen Ideen-Wettbewerbs statt. Unter den sieben Finalisten ist auch ein Start-Up aus Österreich. Für IBM sei die Initiative eine "Win-win-Situation" für beide Seite, hieß es vor Journalisten.

Start-Ups - das sind kleine, junge Unternehmen, hinter denen Erfinder, Entrepreneure und Gründer stehen, die versuchen, ihre Geschäftsideen marktreif zu machen und damit am Ende Geld zu verdienen. "Oft sind es fünf junge Leute, die in der Garage an ihrem Projekt arbeiten", sagte die Chefin des IBM-Start-Up-Programms, Rita Jackson, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien. Doch der Weg zum Geldverdienen ist steinig. Laut Studien schafft jedes vierte Start-Up den Durchbruch, richtig groß wird aber nur jedes zehnte. Einen Milliarden-Börsengang, wie erst gestern Twitter, schaffen nur ganz wenige Ideen.

Einen Erfolg kann das IBM-Programm schon vorweisen: Der Vorjahresgewinner in Deutschland, "JouleX" - ein Münchner Start-Up, das sich auf Energiemanagement-Lösungen spezialisiert hat - wurde mittlerweile um 100 Mio. Euro an Cisco verkauft. IBM selbst investiert nicht in die Geschäftsideen, sondern unterstützt die Start-Ups mit Ressourcen und Know-how. IBM bringt die Unternehmer auch mit Investoren und sogenannten "Business Angels" zusammen. Seit 2010 sind laut IBM so 115 Mio. Dollar (86,05 Mio. Euro) an Risikokapital eingesammelt worden.

IBM profitiert von dem Programm, weil so Innovationen gefördert würden. Ein Nebeneffekt sei auch, dass IBM mit den Start-Ups gemeinsam Produkte und Software-Lösungen etablieren könnte. Auch dringe der IT-Konzern durch die Start-Ups zu kleineren Unternehmen vor, die bisher keine Kunden von IBM sind, erklärte die Software-Chefin von IBM Österreich, Karin Maurer. Der IT-Riese beschäftigt hierzulande rund 1.200 Mitarbeiter und kam laut "Firmencompass" 2012 österreichweit auf einen Umsatz von 438 Mio. Euro (2011: 406 Mio. Euro) und einen Vorsteuergewinn von 13,2 Mio. Euro (2011: 4,1 Mio. Euro)

Aus den sieben europäischen Finalisten werden heute am späten Nachmittag zwei Start-Ups gekürt, die dann zum weltweiten Finale ins kalifornische Silicon Valley fliegen. Mit "LineMetrics" rittert auch ein niederösterreichisches Start-Up um den Sieg. Die Erfinder von "LineMetrics" haben ein Gerät entwickelt, das bei Produktionsanlagen in Industrieunternehmen misst, wie produktiv die jeweilige Maschine ist.

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