HP will Unternehmen Tintenstrahldrucker schmackhaft machen

HP will Unternehmen Tintenstrahldrucker schmackhaft machen

„Derzeit dominieren Laserdrucker in den Büros, doch das soll sich nun ändern“, sagt Milan Belic, bei HP Österreich ausgerechnet für die Laserdrucker zuständig. Will er etwa seinen eigenen Job gefährden? Keineswegs, doch sein Unternehmen will angesichts verfeinerter Technologien Tintenstrahldrucker auch für den Einsatz in größeren Büros anpreisen.

Vor eineinhalb Jahren waren entsprechende Modelle für den Einsatz in Privathaushalten und im Home Office vorgestellt worden; nun sollen vom KMU bis zum Großunternehmen alle Firmengrößen von den Vorteilen der Tinte überzeugt werden. Diese neue Modellreihe trägt den Namen Officejet Enterprise. „Wir bewerben unsere neuen Modelle mit dem Slogan: Sieht aus wie Laser, kostet aber nur die Hälfte. Damit ist das Wichtigste gesagt“, meint Milan Belic.

Was hat sich technologisch getan, dass nun plötzlich die Tintendrucker so hervorgehoben werden? Tinte und Druckköpfe wurden verbessert, wodurch Qualität und Geschwindigkeit des Druckens erhöht wurden, heißt es bei HP. Konkret sollen die Modelle der Officejet-Enterprise-Serie 70 Seiten je Minute schaffen. „Das wäre mit herkömmlichen Tintenstrahldruckern nicht möglich“, sagt Belic. Daher kommt ein seitenbreiter Druckkopf zum Einsatz, der sich im Gegensatz zum beweglichen Druckkopf nicht hin und her bewegt. Die Patronen, die leicht zum Austauschen sind, kosten rund 70 Euro je Stück; mit der Schwarz-Patrone schafft man laut Hersteller bis zu 10.000 Seiten, mit den Farbpatronen bis zu circa 6600 Seiten. „Das ist deutlich billiger als vergleichbare Laserdrucker“, sagt Michaela Novak-Chaid, Direktorin Printing & Personal Systems bei HP. Tinten-Cartridges sind billiger als Laser-Toner, weil sie bei der Herstellung weniger kosten, heißt es. Dabei muss laut Milan Belic die Technologie sehr ausgereift sein, um die Tinte aufs Papier zu bringen: „Das ist so schwierig wie einen Wassertropfen von der Spitze des Empire State Buildings in ein Glas am Boden fallen zu lassen.“

Als Vorteil gegenüber Laserdruckern bringt HP weiters die Themen Umweltschutz und Energiekosten zum Einsatz: Die Officejet-Enterprise-Modelle würden 50 Watt verbrauchen, vergleichbare Laserdrucker bis zu 800 Watt. Gebrauchte Patronen werden zurückgenommen, das ist aber bei Laserdruckern auch nicht anders – die Gefahr wird dann eher sein, dass die Nutzer die Patronen einfach wegwerfen statt das Recycling-System von HP in Anspruch zu nehmen. Nicht von der Hand zu weisen ist indes das Argument, dass bei Tintendruckern kein Feinstaub die Büro-Atmosphäre belastet.

Den höheren Ansprüchen der Kunden an die neue Enterprise-Reihe gegenüber Home-Office-Produkten wird mit einem größeren Display, NFC-Reader und eingebauter Schrifterkennung begegnet, berichtet Novak-Chaid. Die Einbindung in bestehende Firmen-Netze sei einfach möglich. „Wir sind ja ein IT-Unternehmen, das kommt uns hier zugute.“ Die Preise für die neuen Modelle beginnen bei rund 1500 Euro, das Spitzenmodell Officejet Enterprise Color Flow MFP X585z mit Tastatur und Ultraschalltechnologie zur Vermeidung von lästigen Doppelblatt-Einzügen kostet laut unverbindlichem Verkaufspreis rund 3000 Euro, wird aber im Handel sicher auch günstiger zu bekommen sein. Es gibt darüber hinaus reine Drucker-Modelle ohne Zusatzfunktionen, diese X555-Modelle kosten ab 700 Euro. Ausgedruckt werden kann nur in A4 oder kleiner, denn nach Ansicht von Belic würden A3-Ausdrucke ohnedies kaum benötigt werden.

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