"Dropbox und USB-Sticks können gefährlich sein"

"Dropbox und USB-Sticks können gefährlich sein"

Hitachi Data Systems hat eine neue Anwendung zur sicheren Verteilung von Daten in Unternehmen geschaffen. Österreich-Chef Horst Heftberger will damit die Zusammenarbeit in Firmen einfacher, sicherer und rascher machen.

"Die Formen der Zusammenarbeit in Unternehmen ändert sich radikal," sagt Horst Heftberger, Österreich-Chef von Hitachi Data Systems , einem Anbieter von Storage-Lösungen. Die Mitarbeiter wollen überall, jederzeit und mit jedem Gerät auf firmeninterne Informationen zugreifen, sich mit den Kollegen vernetzen und selbst Dateien weitergeben. Doch die meisten Unternehmen sind dafür nicht ausreichend gerüstet, meint Heftberger. "Daten über Cloud-Dienste wie Dropbox oder via USB-Sticks weiterzugeben - das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein." Das berge nicht nur Gefahren für die IT-Sicherheit der Firma - Stichwort Weitergabe heikler Pläne - sondern sei auch umständlich. Und erfordert enormen Speicherbedarf. "30 bis 40 Prozent eines Backups machen die Mails aus", sagt Heftberger im Gespräch mit FORMAT.

Neue Lösung

Natürlich weist Heftberg nicht ganz uneigennützig auf diese Umstände hin: Hitachi Data Systems hat ein neues Produkt namens " HCP Anywhere " entwickelt, das ab heute, Donnerstag, zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich um eine Lösung zur Synchronisierung von Daten innerhalb von Unternehmen, die allerdings im Gegensatz zu ähnlichen Anwendungen auf entsprechender Hardware und Software in der IT-Zentrale der jeweiligen Firma aufsetzt.

Kernidee von HCP Anywhere (HCP steht für Hitachi Content Platform): Die User - also die Mitarbeiter - tauschen keine Dateien via Mail, Cloud-Dienst oder USB-Stick aus, sondern senden sich Links zu. Über diese "Share Links" kann dann auf die jeweiligen Daten zugegriffen werden. "Damit schwirren heikle Informationen nicht irgendwo auf der Welt herum, sondern Firmen haben ständige Kontrolle darüber", sagt Heftberger.

Ablegen im Ordner

Konkret besteht HCP Anywhere aus der Software dieses Namens sowie aus entsprechender Hardware. "Es ist eine Revolution bei der Synchronisierung von Firmen-Daten", schwärmt Heftberger. Die Unternehmen könnten alle Arten von Daten jederzeit und überall ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen; zudem sei die Anwendung ohne extra Schulungen einsatzbereit. "Es ist so einfach wie die Verwendung von Dropbox."

Wird eine Datei in den HCP Anywhere-Ordner abgelegt, dann wird diese automatisch auf alle dafür angemeldeten Geräte synchronisiert. Damit wird es auch möglich, dass Mitarbeiter ihre eigenen Geräte verwenden, Stichwort "Bring Your Own Device".

"Das Risiko eines Datenverlusts wird damit minimiert, die Vorschriften zur Vertraulichkeit heikler Dokumente können erfüllt werden", sagt Heftberger. Ein integrierter Virenscan und definierbare Vorgaben zur Verwaltung der User sind weitere Faktoren bei der Sicherheit.

Healthcare, Behörden und mehr

Zum Einsatz kommen soll HCP Anywhere bei Unternehmen ab hundert Mitarbeitern, aber auch bei KMU, wenn diese beispielsweise über freie Mitarbeiter verfügen oder eine Menge an Daten mit anderen austauschen müssen. "Für Werbeagenturen oder Verlage ist das sicher die richtige Lösung", glaubt Heftberger. Im Visier hat er aber auch die Healthcare-Branche sowie Behörden und die verarbeitende Industrie.

Für Hitachi Data Systems selbst ist die neue Lösung ein weiterer Schritt in Richtung eines Anbieters ganzer Lösungen statt nur der Hardware. Das Unternehmen, das von Wien aus etliche Länder in Osteuropa betreut, hat hier 70 Mitarbeiter und beschäftigt weltweit rund 5900 Mitarbeiter. Es ist Tochter von Hitachi Ltd. - der Elektronikkonzern mit Hauptsitz in Tokio kommt auf einen Jahresumsatz von rund 118 Milliarden Dollar und hat weltweit rund 320.000 Mitarbeiter.

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