"Cloud Computing ist manchmal nur ein neuer Name"

"Cloud Computing ist manchmal nur ein neuer Name"

Lynn Collier ist bei Hitachi Data Systems als Senior Director File & Content Solution (Region EMEA) für wachsende Bereiche wie Cloud Computing und Big Data zuständig.

Cloud Computing überall: In der IT ist die "Wolke" neben dem zweiten großen Thema Big Data derzeit in aller Munde. Doch bisweilen entsteht der Eindruck, das ist alter Wein in neuen Schläuchen. Lynn Collier von Hitachi Data Systems (HDS) ist eine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet - und muss zugeben: "Ja, manchmal ist Cloud Computing nur ein neuer Name für etwas, das es längst gibt."

Ihr Unternehmen HDS, bekannt für seine Storage-Lösungen, macht gerade eine Wandlung vom Hardware-Anbieter zu einem Anbieter sogenannter Business Solutions durch. So wurde im Sommer ein Produkt namens HCP Anywhere präsentiert, mit dessen Hilfe Daten in einer Firma rasch und sicher synchronisiert werden sollen. Im Herbst steht für HDS nun die "Private Cloud" im Vordergrund, also die Nutzung eigener Cloud-Anwednungen. Was also macht HDS anders als jene Firmen, die alten Systemen nur einen neuen Namen geben? Lynn Collier: "Wir konsolidieren die vorhandene Technologie für neue Anforderungen, etwa durch Schaffung einer virtualisierten Umgebung und Ermöglichung von Automatisierung."

Der Wunsch nach Cloud Computing komme oftmals von den Mitarbeitern eines Unternehmens, gar nicht von ganz oben. "Sie wünschen es privat, daher wird es nachgefragt", sagt Collier. Unter dem Schlagwort "Bring Your Own Device" wird ja vielfach private Hard- und Software in den Firmen verwendet. "Damit wurde eine Art Schatten-IT in den Unternehmen geschaffen, die nicht unproblematisch ist", sagt Collier. Mit entsprechenden Lösungen könne man aber sicherstellen, dass die Geräte und die Software im Rahmen der IT-Landschaft bleiben. "Die Firmen haben wieder volle Kontrolle über die IT, ohne die Mitarbeiter zu stark einzuschränken."

Kosten im Fokus

Neben der Sicherheit spielen naturgemäß die Kosten beim Cloud Computing eine große Rolle. "Die Private Cloud kann die Kosten senken", meint Collier. Alleine dadurch, dass die Effizienz der Mitarbeiter etwa durch den Einsatz mobiler Geräte gesteigert werden könne. Grundlage sei eine offene Architektur beim Cloud Computing, durch die jeder Anwender seinen eigenen Weg wählen könne. Schon die Installation in Rechenzentren sei rascher rmöglich, dadurch könnten die Betriebskosten deutlich reduziert werden.

In Nordamerika bietet HDS auch für Privatpersonen bereits Cloud-Lösungen an, also eine Art Dropbox auf höherem Niveau. Unter dem Namen "Public Cloud" soll dieses Service nächstes Jahr auch nach Europa kommen.

Was kann Big Data?

Neben Cloud Computing ist Big Data ein weiterer Trend der Stunde in der IT. "Die Hauptidee dahinter ist es, größeres Wissen über vorhandene Daten zu bekommen." In Zukunft würden nicht unbedingt die größten Unternehmen die stärksten sein, sondern jene, die "smart agieren", meint Lynn Collier. Es komme hier nicht auf die Größe an, sondern wie intelligent man mit Daten umgehe.

Video von Hitachi Data Systems: Wie die Cloud funktioniert

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