Auch Samsung bastelt an einer Smartphone-Uhr

Auch Samsung bastelt an einer Smartphone-Uhr

Samsung macht Apple nicht nur den Platz als Smartphone-Hysteriker streitig, sondern hat auch ähnliche Produktpläne: Der koreanische Konzern will nun eine Smartphone-Uhr herstellen.

Das Samsung Galaxy S4 ist in den vergangenen Tagen so hysterisch beschrieben, bejubelt und angekündigt worden wie sonst nur das neueste iPhone. Die Koreaner sind aber auch sonst drauf und dran, Apple Konkurrenz zu machen. Nun basten sie an einer Armbanduhr, wie Mobile Business-Vice President Lee Young Hee bestätigt. "Wir bereiten eine Uhr schon seit längerem vor." Der Konzern arbeite "sehr hart" an einer Fertigstellung.

Was genau die Samsung-Uhr können wird, ist indes ungewiss - es gibt weder Details über Aussehen noch über Größe oder technische Eigenschaften. Sicher ist, dass die Uhr nicht einfach nur Zeiger haben wird. Eine Smartphone-Uhr mit diversen Handy-Funktionen wird es schon sein müssen. Apple arbeitet nach Aussagen von Insidern bereits mit Hochdruck an einer Smartphone-Uhr; rund 100 Designer des US-Unternehmens sollen sich damit derzeit beschäftigen.

Neue Produkte benötigt

Weshalb überhaupt solche neuen Produkte entwickelt werden? Der Mobilfunkmarkt scheint sich einer gewissen Sättigung zu nähern; das Wachstum des Weltmarktes soll ab 2016 ist mit einem prognostizierten Plus von knapp zehn Prozent jährlich deutlich langsamer sein als derzeit (jährliches Plus von rund 30 Prozent). Apples Absatzzahlen im letzten Quartal waren die schwächsten seit zwei Jahren.

Nun wird versucht, mit neuen Produkten das Interesse der Konsumenten - vor allem in den besonders gesättigten Märkten - anzustacheln. Und der Uhrenmarkt, der weltweit auf einen Jahresumsatz von 60 Milliarden Dollar kommt, ist verlockend. "Nun wird es darauf ankommen, wer der erste bei der Kommerzialisierung sein wird", sagt Lee. Samsung hat im Vorjahr Apple als größter Smartphone-Hersteller überholt. Und bei einer Uhr könnten die Koreaner dank der eigenen Herstellung von Displays und Chips günstiger produzieren als Apple - und damit auch ein günstigeres Produkt anbieten.

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