Auch das noch: Nordkorea will Videospiel-Industrie erobern

Auch das noch: Nordkorea will Videospiel-Industrie erobern

Das diktatorisch regierte Land geht am Spielemarkt in die Offensive: Ein kleines Browserspiel lässt uns virtuell durch die Straßen der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang fahren.

Nordkorea ist zuletzt vor allem durch militärische Provokationen aufgefallen: Vorige Woche war eine Trägerrakete getestet worden, was die Befürchtungen aufleben ließ, das Regime arbeite mit Hochdruck an einem Atomwaffenprogramm.

Nun sorgt das diktatorisch regierte Land allerdings mit einer weitaus weniger bedrohlichen Offenisve für Aufregung: Vor kurzem wurde - zumindest wenn entsprechende deutsche und amerikanische Medienberichte wahr sind - das erste offizielle Videospiel Nordkoreas veröffentlicht. Es handelt sich um ein Browser-Game (d.h., es wird über den Internet-Browser gespielt) namens "Pyongyang Racer". Hier ein Video des Spiels - bitte gut festhalten:

Das Spiel wurde angeblich von einem koreanischen Entwicklerstudio für das auf Nordkorea-Reise spezialisierte chinesisch-britische Reisebüro Koryo entwickelt. In dem Spiel muss der Fahrer diverse Hindernisse umfahren und dabei streng auf die Einhaltung der Verkehrsregeln achten - tut er dies nicht, warnt eine strenge Verkehrspolizistin vor den Folgen. Der geneigte Spiele darf jedenfalls die Straßen der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang virtuell erfahren, wobei die Detailschärfe der gezeigten Infrastruktur doch etwas zu wünschen übrig lässt.

Das Spiel ist unter diesem LINK aufzurufen - im Moment ist es allerdings offline. Ob das politische Hintergründe hat, weiß man nicht.

Welchen Zweck das Browser-Game, das gegenüber der US-Konkurrenz doch noch einen gewissen Rückstand aufweist, überhaupt haben soll, ist ebenfalls unklar. Es wird aber vermutet, dass es eine Art Imagewerbung für das Land ist. Der derzeitige Machthaber Kim Jong Un, Sohn des vor einem Jahr verstorbenen Kim Jong-il, gilt als technologie-begeistert. Es ist aber vermuten, dass zumindest er auch "westliche" Games sein Eigen nennen darf.

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