Angry Birds landen auf Kreditkarten

Angry Birds landen auf Kreditkarten

Der finnische Spielehersteller Rovio macht mit seinem erfolgreiche Spiel kräftig Kasse – und dank einer Kooperation mit einem amerikanischen Kreditkartenanbieter können die zornigen Vögel auch in die Geldbörse gesteckt werden.

Mehr als eine Milliarde Mal wurde ein Spiel heruntergeladen, bei dem mit Vögeln auf Schweine geschossen wird. Wer diese Idee für einigermaßen abstrus hält, hat noch nie etwas von „Angry Birds“ gehört, lebt also vermutlich hinter dem Mond oder hat zumindest weder Handy noch Tablet-PC (was in unserer „modernen“ Welt auf das Gleiche hinauslaufen dürfte).

Jedenfalls ist das Spiel des finnischen Herstellers Rovio der Beweis, dass nicht nur die großen Gaming-Studios Erfolg haben können, sondern auch Kleine eine Chance haben. Wobei Rovio längst nicht mehr klein ist; die Finnen verdienen nicht nur mit dem Spiel selbst, sondern auch mit Merchandising-Produkten vom Mousepad bis zum Kuscheltier. Im Vorjahr hat Rovio einen Gewinn vor Steuern von knapp 68 Millionen Dollar eingefahren.

Weitere Partner

Das 2009 erstmals erschienene Spiel wird in immer neuen Varianten auf den Markt gebracht, ab dem 8. November etwa in einer „Star Wars“-Edition. Zunehmend wichtiger für Rovio werden auch Kooperationen mit anderen Unternehmen, etwa im Marketingbereich. So hat unter anderem bereits T-Mobile die fliegenden Aggro-Vögel in Werbespots eingesetzt. Nun landen sie auch in den Geldbörsen: Rovio lässt seine gefiederten Spielfiguren auf Visa-Karten drucken; der kalifornische Kreditkarten-Herausgeber Kaiku Finance hat sich eine Lizenz der Angry Birds für seine Karten gekauft. US-Kunden können eine Prepaid-Karte von Visa mit vier unterschiedlichen Designs der Vögel kaufen. Kein Einzelfall: Rovio hat bereits mehr als 200 solcher Lizenzen vergeben.

Mehr Prepaid-Karten in den USA

In den USA ist der Markt für Prepaid-Karten am Wachsen; immer mehr Kunden nutzen diese Form der Kreditkarten, um hohe Gebühren bei der Benutzung der Karten in Supermärkten, Geschäften, etc. zu vermeiden: Sie laden einfach eine bestimmte Summe auf die Karte und können diese gegen eine vergleichsweise geringe Gebühr von drei bis fünf Dollar immer wieder neu aufladen.

Quellen u.a.: Bloomberg

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