Amazon schlägt mit neuem Musikdienst auf Apple hin

Amazon schlägt mit neuem Musikdienst auf Apple hin

Vormachtstellung von iTunes könnte durch Amazon-Attacke wanken.

Einer der wichtigsten Faktoren für den anhaltenden Erfolg von Apple ist der Musik- und Medienservice iTunes. Das 2001 erstmals erschienene Programm machte das Verwalten und Herunterladen von Musik watscheneinfach – damals ein Novum in der von komplexer Software und Raubkopien geprägten IT-Welt. Und noch immer hat iTunes eine Sonderstellung, auch wenn andere Services aufgeholt haben und vielen Nutzern die strikte Politik von Apple gegenüber anderen Dateiformaten unangebracht erscheint.

Kooperationen mit Musiklabels

Nun will der größte Online-Händler aber Apple auf diesem Gebiet Konkurrenz machen: Amazon hat diese Woche Kooperationen mit vier großen US-Plattenfirmen abgeschlossen. Schon in der ersten Juliwoche soll ein entsprechender Musikdienst in den USA angeboten werden; dabei werden die Songs auf einem zentralen Server abgespeichert und können dann auf diversen Geräten abgespielt werden. Kurz nach der Markteinführung in den USA sollen auch europäische Kunden in den Genuss dieses musikalischen Cloud-Services kommen.

Sony ist mit an Bord

Die vier Musiklabels Universal Musik, Sony, EMI und Warner Music sind Geschäftspartner von Amazon. Für die Plattenfirmen ist Konkurrenz auf dem wachsenden Markt für Online-Musikdienste wichtig – sonst verstärkt sich die Vormachtstellung von Apple. Amazon hatte bereits im Frühjahr 2011 einen Online-Musikdienst angeboten, der aber mangels Nutzbarkeit kein Erfolg war – die Anwender mussten eigene Songs mühsam auf einen Server speichern und die Wiedergabemöglichkeiten waren begrenzt.

Apple wird schauen

Schmankerl am Rande: Der Amazon-Musikdienst soll auch auf Apple-Geräte wie iPad und iPhone zugänglich sein. Ob das Apple gefallen wird?

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