Am Handymarkt wird´s eng: Lenovo mischt bald mit

Am Handymarkt wird´s eng: Lenovo mischt bald mit

Der chinesische Konzern Lenovo, bisher vor allem am PC-Markt umtriebig, wird ab nächstem Jahr auch in Westeuropa seine Smartphones verkaufen. Im Kerngeschäft soll heuer HP als Nummer eins abgelöst werden.

Der Wettbewerb im bereits hart umkämpften Smartphone-Geschäft in Westeuropa wird sich im kommenden Jahr weiter verschärfen: Der chinesische Konzern Lenovo will seine Computer-Handys auch hier verkaufen.

Im Juni seien zunächst Afrika und der Mittlere Osten dran, Westeuropa werde heuer nicht mehr folgen, sagte der zuständige Lenovo-Manager Gianfranco Lanci der dpa.

Europa ist anders

Das Geschäft in Westeuropa sei von hohen Subventionen der Mobilfunkanbieter geprägt, während man in Afrika oder Russland die Handys über den Einzelhandel verkaufe. "In Westeuropa muss man in jedem Land Verträge mit den Telekomkonzernen abschließen und die Geräte für sie entsprechend anpassen", erläuterte Lanci. Daran arbeite Lenovo derzeit im Hintergrund. Obwohl das Unternehmen derzeit nur Android-Geräte im Programm habe, werde es definitiv auch Modelle mit Microsofts Windows Phone geben.

Im Geschäft mit Personal Computern ist Lenovo dabei, den langjährigen Branchenführer Hewlett-Packard an der Spitze abzulösen. "Ich rechne damit, dass wir schon bald und noch in diesem Jahr die neue Nummer eins sein werden", sagte der frühere Acer-Chef Lanci, der bei Lenovo jetzt das Geschäft in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten verantwortet. Während der gesamte Markt mit Notebooks und Desktop-Rechner derzeit stark schrumpft, steigert Lenovo den Absatz deutlich. Lanci führt das auf die richtige Modellpalette mit Hybrid-Modellen, die als Mischung aus Notebook und Tablet angelegt sind.

Keine Kritik an Windows 8

Entsprechend will er sich auch nicht der Kritik am neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8 anschließen, dem einige Marktforscher die Mitschuld am Einbruch des PC-Geschäfts geben. "Wir sind mit Windows 8 sehr zufrieden", sagte der Lenovo-Manager. Für den Verbraucher sei es auf Geräten mit berührungsempfindlichen Bildschirmen eine deutliche Verbesserung bei der Bedienung. "Ohne Touchscreens bleiben allerdings die neuen Möglichkeiten ungenutzt."

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