iOS 6: Nun geht der Kampf Apple vs. Google erst richtig los

iOS 6: Nun geht der Kampf Apple vs. Google erst richtig los

Eigenes Kartenservice von Apple ab iOS 6 – das neue Betriebssystem soll im Herbst herauskommen.

Im erbitterten Kampf um Marktanteile auf dem Mobilmarkt entfernen sich die einstmals befreundeten Unternehmen Apple und Google weiter voneinander. Apple verzichtet in Zukunft bei seinem Mobiltelefon iPhone und dem Tablet-PC iPad auf die Landkarten-Software des Suchmaschinenanbieters und kontert mit einem eigenen Service. Die Vorstellung des Angebotes war einer der Höhepunkte der Apple-Präsentation in San Francisco (im Bild: Der für iPhone-Software zuständige Apple-Vice President Scott Forstall). Dabei stellte das kalifornische Unternehmen auch neue Laptop-Computer mit hochauflösenden Bildschirmen vor. Zudem soll die iPhone-Sprachsteuerung Siri auch auf dem iPad zum Einsatz kommen.

Die Kartenanwendung ist Bestandteil des Betriebsystems iOS 6, das im Herbst auf den Markt kommen soll und auf iPhones und iPads zum Einsatz kommt. Bislang hatten die Geräte Google Maps installiert. Der Schritt ist ein Schlag für den Internetkonzern, weil das Kartenangebot oft von Apple-Nutzern in Anspruch genommen wird. Die neue Anwendung von Apple - Ergebnis einer jahrelangen Entwicklungsarbeit - enthält unter anderem dreidimensionale Ansichten von Großstädten, aktuelle Verkehrsinformationen und eine Navigationsfunktion mit Sprachanweisungen.

Lieber aus dem eigenen Haus

Der Analyst Colin Gillis von BGC Partners sagte, Apple könne es sich nicht leisten, auf das Kartenangebot eines Konkurrenten angewiesen zu sein. So hätte Google irgendwann keine Karten mehr zur Verfügung stellen können.

Apple und Google galten früher als befreundete Konzerne. Der damalige Google-Chef Eric Schmidt saß sogar im Verwaltungsrat von Apple. Weil sich der Mobilmarkt aber immer rasanter entwickelte und Google mit seinem Betriebssystem Android gegen Apple antrat, zerbrach die Allianz. Android ist etwa auf Geräten des koreanischen Telefonherstellers Samsung Electronics installiert. Aber auch Motorola Mobility, das von Google gekauft wurde, setzt das Betriebssystem ein.

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