Studie: Unterwegs online sein ist wichtiger als Schokolade

Ob in der Ubahn oder auf dem Berggipfel, überall wollen wir online sein, die Mails checken oder ein Selfie auf Facebook posten. Der Markt für mobiles Internet floriert, allein 2013 wurden 90 Milliarden Euro erwirtschaftet, so eine Studie der Boston Consulting Group. Die Mehrheit der Befragten würde sogar lieber auf Schokolade und Fast Food verzichten, statt auf mobiles Internet.

Studie: Unterwegs online sein ist wichtiger als Schokolade

Auf ein Stück Schokolade würden 68 Prozent der Menschen in den EU-5-Ländern verzichten - für mobiles Internet.

Die "Mobile Economy", also der Wirtschaftszweig des mobilen Internets, wächst kontinuierlich. Smartphones und Tablets gehören zum Alltag, bald womöglich auch Wearables wie Smartwatches. Vernetzt wird alles, auch der eigene Körper. Und die mobile Wirtschaft floriert: 2013 wurden allein in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien 90 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Die Zukunft des mobilen Internets sieht einer Studie der Boston Consulting Group zufolge rosig aus: "Bis zum Jahr 2017 werden sich die Umsätze mit mobilem Internet im EU-5-Raum auf etwa 230 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Dies bedeutet eine jährliche Steigerung von mehr als 25 Prozent und ist vergleichbar mit den Wachstumsraten in den USA und China", sagt Wolfgang D. Bock von der Boston Consulting Group (BCG). Im Auftrag von Google untersuchte die Beratungsfirma insgesamt 13 Länder: Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Südkorea, Spanien, Großbritannien und Amerika.

Lieber online sein, als Fast Food essen

Rund 500.000 Menschen in den EU-5-Ländern arbeiten in diesem Wirtschaftszweig. Derzeit gibt es weltweit fast sieben Milliarden Handy-Verträge, fast jeder der aktuell rund 7,3 Milliarden Menschen auf der Erde besitzt somit einen Smartphone-Vertrag.

Unterwegs im Internet surfen, Mails abrufen und auf Whatsapp chatten ist den Europäern anscheinend sogar wichtiger als Fast Food oder Alkohol: 77 Prozent würden stattdessen auf Burger, Pommes Frites und Co. verzichten. 68 Prozent würden lieber bei Schokolade abstinent bleiben und 58 Prozent lieber dem Alkohol abschwören. Auf Sex, das eigene Auto oder die tägliche Dusche würden hingegen deutlich weniger Menschen verzichten.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie ist, dass Telefonieren immer noch die meistgenutzte Funktion von Smartphones ist. Doch mobiles Surfen, das Abrufen von Emails und die Suchfunktion im Web folgen mit nur wenig Abstand. In Zukunft werden diese Dienste oder auch soziale Netzwerke Telefonieren als Hauptfunktion des Smartphones verdrängen.

Mobiler Onlinehandel wächst rasant

Für das enorme Wachstum verantwortlich sind Werbung, Online-Shopping und zahlreiche andere Dienste, die vom Smartphone aus getätigt werden können. Vor allem der Markt für Apps floriert, seit 2008 gab es rund 200 Milliarden App-Downloads, allein im vergangenen Jahr wurden 20 Milliarden Apps aus verschiedenen Stores heruntergeladen. Längst wird auch von unterwegs aus geshoppt: Der Umsatz im mobilen Onlinehandel beläuft sich auf 23 Milliarden Euro - ein Anstieg von 76 Prozent im Vergleich zu 2012.

Das Wirtschaftswachstum des mobilen Internets hängt jedoch stark von der Verfügbarkeit der Services - etwa in ländlichen Regionen - , der Geschwindigkeiten und Bezahlbarkeit ab. Europa hinke dem rasanten Wandel des mobilen Internets noch hinterher, so die Studie: "Europa hat immer noch erheblichen Nachholbedarf, vor allem hinsichtlich des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze. Es muss erheblich in die Netze investiert werden, um die Verfügbarkeit hoher Datenbandbreiten zu sichern", sagt Wolfgang D. Bock von der BCG.

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