LTE-Netz von A1 im Test: LG-Handy schaltet den Datenturbo ein

Das 4G-Netz soll den Datenverkehr ordentlich beschleunigen: Ein Test mit dem neuen LG-Smartphone G2 zeigt, was LTE derzeit wirklich bringt.

LTE-Netz von A1 im Test: LG-Handy schaltet den Datenturbo ein

Der österreichische Mobilfunker A1 baut sein LTE-Netz offenbar recht zügig aus, in den Landeshauptstädten sollen drei Viertel der Bevölkerung in den Genuss dieser Technologie kommen, die rasche Datenübertragung via Mobilfunk verspricht. Neben A1 investieren auch T-Mobile und "3" in den Ausbau der LTE-Netze.

Technischer Exkurs: LTE steht für "Long Term Evolution“ und ist die Technologie für die vierte Generation (4G) des Mobilfunks. Es ermöglicht eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 150 Mbit pro Sekunde. Damit sollen ganze Videos in wenigen Sekunden auf ein Smartphone oder ein Tablet (mit SIM-Karte) heruntergeladen werden können. Derzeit startet die Auktion um die 800-MHz-Frequenz, bei deren Nutzung LTE auch für ländliche Regionen einsatzbereit sein wird. Weltweit wird die Zahl der LTE-Nutzer nächstes Jahr von derzeit 105 Millionen auf mehr als 220 Millionen steigen.

Die Auswahl an LTE-Handys wird größer, ein solches Smartphone ist beispielsweise das G2 von LG . Dieses wurde FORMAT von A1 zwecks Testen des LTE-Netzes zur Verfügung gestellt. Wir haben an zwei Tagen dieses Netz an unterschiedlichen Orten in Wien und Umgebung getestet- und zwar mittels des bewährten Speedtests von Ookla , den es auch als App unter anderem für Android gibt .

Test 1: Wiener Rathaus

Den ersten Test haben wir in den Räumlichkeiten des Wiener Rathauses durchgeführt. Das Ergebnis:

3G-Netz: 5,5 Mbit / Sekunde im Download; 0,9 Mbit / Sekunde im Upload

4G-Netz: 47,7 Mbit / Sekunde im Download; 2,3 Mbit / Sekunde im Upload


Screenshot vom Speedtest im Wiener Rathaus

Test 2: LTE im Wiener "Speckgürtel"

Ob sich LTE auch außerhalb des Wiener Zentrums bemerkbar macht, wurde dann in Mödling ausprobiert.

3G-Netz: 4,2 Mbit / Sekunde im Download; 1,5 Mbit / Sekunde im Upload

4G-Netz: 20,6 Mbit / Sekunde im Download; 3,8 Mbit / Sekunde im Upload

Test 3: LTE im zweiten Bezirk

In der Nähe des Schwedenplatzes wurde dann nochmals ein Vergleich zwischen 3G und 4G aufgestellt.

3G-Netz: 6,1 Mbit / Sekunde im Download; 3,3 Mbit / Sekunde im Upload

4G-Netz: 38,3 Mbit / Sekunde im Download; 33,4 Mbit / Sekunde im Upload

Weitere Tests von 4G an unterschiedlichen Orten in Wien zeigten, dass die Download-Rate zwischen 25 und 48 Mbit/s schwankte. Die versprochenen Übertragungsraten von bis 150 Mbit/s scheinen damit etwas hoch gegriffen – dennoch ist LTE mehr als achtmal so schnell wie 3G.

Datenübertragung mit Turbo

Was das für die Praxis bedeutet, zeigt ein kleiner Vergleich: Das Herunterladen einer App wie "ÖBB Scotty" (Größe: 4,3 MB) dauerte bei Nutzung des 3G-Mobilfunknetzes knapp zwölf Sekunden. Mit 4G/LTE war die entsprechende Datei aus dem Play Store von Google in zwei Sekunden heruntergeladen. Videos in YouTube können ohne jede Verzögerung angesehen werden, selbst Websites mit unguter Banner-Werbung laden in Nullkommanichts.

Fazit

LTE könnte der Datenübertragung über Mobilgeräte tatsächlich einen kräftigen Schub geben. Unser Test kann zwar nicht wirklich repräsentativ sein, auch weil derzeit noch zu wenige User das LTE-Netz verwenden und dessen Stärke ja auch die Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Nutzung durch viele Anwender (etwa im Fußballstadion) sein soll. Doch die gemessenen Übertragungsraten sprechen für sich. Zwar reicht das 3G-Netz in den allermeisten Fällen aus, etwa zum Ansehen von Websites oder Aufrufen einfacher Informationen. Doch wer Videos ansehen will oder größere Daten herunterladen muss, erlebt mit LTE eine deutliche Verbesserung.

Bleibt abzuwarten, wie rasch nun der Ausbau der Technologie erfolgt und wie sich die Preise entwickeln werden. Derzeit kostet beispielsweise die Zusatzoption "A1 Speed Option 4G/LTE" knapp zehn Euro pro Monat. Diese verspricht bis zu 150 Mbit/s im Download bzw. bis zu 75 Mbit/s im Upload.

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