Inside IFA: "Galaxy Gear" – Samsung stellt Smartwatch vor

Smartwatch "Galaxy Gear", dieses Wort sollten Liebhaber technischer Spielereien möglichst bald in ihren Wortschatz aufnehmen. Der koreanische Elektronikriese Samsung stellte auf der IFA in Berlin seine erste "Uhr" vor.

Inside IFA: "Galaxy Gear" – Samsung stellt Smartwatch vor

Sie sieht aus wie eine etwas schwerere Herrenarmbanduhr, fühlt sich am Handgelenk auch so an, sieht aber sehr gut aus. Der Materialmix mit Stahlgehäuse und stylischem Kunststoffarmband (sechs Farben) ist gelungen.

Die Zeit-Anzeige verkommt bei der "Galaxy Gear" ganz klar zur Nebensache. Auf dem Zifferblatt (1,63 Zoll) werden Funktionen ausgeführt, wie man sie vom Smartphone kennt: Anrufe entgegennehmen, Nachrichten empfangen, ja sogar das Bildermachen ist möglich.

Das Menü ist so clever abgespeckt, dass es auf dem kleinen Display Sinn macht und das Steuern mit einem Fingerwisch funktioniert auf Anhieb, intuitiv. Wer mit der "Gear" einen Anruf entgegennehmen will, hält die Uhr in Mundhöhe und spricht in die Schnalle hinein. Sieht am ersten Blick seltsam aus, doch die Idee, das Mikro in die Schnalle zu verbauen, macht Sinn. Mit dieser Uhr wird sich bald wohl auch eine neue Art für Schnappschüsse etablieren, denn im Band ist auch eine Kamera (1,9 Megapixel) eingelassen. Wenn künftig jemand besonders intensiv die Uhrzeit zu studieren scheint, könnte er/sie auch gerade eine Foto gemacht haben. Achtung: Neue Bauweisen bringen eben auch neue Sicht- und Verhaltensweisen, wie Google mit seiner Glass-Brille heuer schon sehr öffentlichkeitswirksam demonstierte.

Die Smartwatch von Samsung funktioniert aber nur im Duett, und ist als Kompagnon für die Galaxy-Smartphones (S3, S4, und die Note-Reihe) gedacht. Uhr und Smartphone sind über Bluetooth miteinander verbunden, und ergänzen sich in ihrer Funktionalität. Der Plan der Designer: Die Uhr hält ihren Träger über die wichtigsten Kommunikationsvorgänge am laufenden, ohne dass das Smartphone aus der Tasche gezogen werden müsste.

Der Schweizer Uhrenpionier und Swatch-Erfinder Nicolas Hayek kommentierte die Idee der Smartwatches so: "So ein Display hat zu wenig Platz, um mehr als die Zeit anzuzeigen. Und, nicht viele Leute wollen noch ein Teil an die Steckdose hängen". Mit der Gear zeigt Samsung, dass die erste Aussage so nicht mehr unbedingt zu halten ist. Und mit einer versprochenen 25-Stunden-Batterielaufzeit dürften Gear-Nutzer zumindest durch den Tag kommen.

Offizielle Listenpreise gab es am 4. September noch nicht. In Europa dürfte die Uhr aber ab Ende September zu kaufen sein. Samsung hat - wie Google für seine Glass-Brille - eine eigenen kleinen AppStore eingerichtet. Zu einer ersten kleinen Auswahl (u.a. Evernote) werden bald sicher eine Reihe von Fitness-Apps und anderweitigen Vermessungsprogrammen dazukommen. Ein Schrittzähler ist auf der Gear jedenfalls schon vorinstalliert.

Die Zeit läuft jetzt bei allen

Samsung ist nicht die erste Firma mit einer Smartwatch. Sony und Asus haben ebenfalls Smartwatches auf der IFA. Mehr dazu in den kommenden Tagen.

Mit Spannung erwartet wird Einschlägiges von Apple . Dass Apple in Russland Unternehmen auf die Verwendung des Begriff iWatch klagte, ist ein Indiz. Das zweite, dass sie Gerüchten zufolge erst im Sommer ihre Entwicklerteams dafür aufstockten.

Und Microsoft setzt sein Engagement am Hardware-Markt fort, die Entwickler der Surface-Tablets sollen ebenfalls an einer Uhr arbeiten. Und Google hat vor kurzem das Uhrmacher-Start-up Wimm Labs gekauft. Aufbereitet haben den Smartwatch-Trend in den letzten Jahren aber vor allem Start-ups wie die Kickstarter-finanzierte "Pebble".

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