Facebook blättert 2,3 Milliarden Dollar für Datenbrillen-Spezialist Oculus VR hin

Erneut schlägt Facebook zu und verleibt sich ein aufstrebendes Start-up aus Kalifornien ein. Oculus VR machte kürzlich mit einer Datenbrille aufmerksam, mit der Virtual Reality möglich ist. Facebook reagiert mit dem Ankauf auch auf die Konkurrenz von Google Glass und Sonys "Project Morpheus".

Facebook blättert 2,3 Milliarden Dollar für Datenbrillen-Spezialist Oculus VR hin

"Mobile Geräte sind die Plattform der Gegenwart; wir bereiten uns auf die Plattformen der Zukunft vor", begründete Zuckerberg den Ankauf. "Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und damit die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren." Es handelt sich um die allererste Übernahme eines Hardware-Unternehmens durch Facebook.

Das junge Unternehmen hatte zuletzt mit seiner Datenbrille "Oculus Rift" für Schlagzeilen gesorgt, die im Sommer erscheinen soll. Die Firma hat dafür bisher mehr als 75.000 Bestellungen, die für 350 Dollar pro Stück in den Verkauf gehen soll. Die Entwicklung des Geräts und der dahinterliegenden Plattform soll auch unter Facebook weitergehen.

Konkurrenz von Sony bis Google

Zu den Rivalen gehört der japanische Elektronikriese Sony mit seinem "Project Morpheus". Nutzer der Playstation 4 können sich mit dieser Brille in die virtuelle Spielewelt einklinken.

Zuckerberg erklärte auf Facebook, es gebe noch jede Menge weitere Anwendungsmöglichkeiten für Datenbrillen über das Spielen hinaus. Sportfans könnten sich die besten Plätze im Stadion sichern, virtuelles Lernen würde verbessert oder Konversationen mit dem Arzt. Man fühle sich "wahrhaft anwesend".

Facebook zahlt für Oculus VR 400 Millionen Dollar in bar und etwa 1,6 Milliarden Dollar in eigenen Aktien. Hinzu kommen später bis zu 300 Millionen Dollar, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Die im Februar verkündete Übernahme des Kurznachrichten-Dienstes WhatsApp war insgesamt 19 Milliarden Dollar schwer.

Oculus VR soll im kalifornischen Irvine beheimatet bleiben und damit nicht in die Firmenzentrale von Facebook nach Menlo Park umziehen. Zuckerberg hatte zuvor auch WhatsApp größtmögliche Eigenständigkeit zugesagt.

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