".wien": Wiens eigene Internet-Domain geht online

Mitte Februar bekam die deutsche Hauptstadt Berlin eine eigene Internetendung, nun hat auch Wien sein Kürzel für das World Wide Web: ".wien". Die Seestadt Aspern ist bereits mit der Endung online erreichbar.

".wien": Wiens eigene Internet-Domain geht online

Domainendungen wie ".at", ".com" oder ".info" erhalten Konkurrenz - durch neue Orts-Kennzeichnungen. So ist ab sofort ".wien" verfügbar. Die Endung geht weltweit als erste der neuen geo- und community-TLDs (für "Top-Level-Domains") in Betrieb, wie am Montag bei der Präsentation im Wiener Rathaus versichert wurde. Verwaltet wird diese von der punkt.wien GmbH.

"Wien wird damit noch besser wahrgenommen, das ist eine große Chance für die Stadt als Marke und auch von besonderer Bedeutung für die Wiener Wirtschaft", beteuerte der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ). Tatsächlich ist es auch die Stadt selbst, die bereits erste Web-Adressen eingerichtet hat. So ist etwa das Projekt Seestadt Aspern schon unter www.seestadt.wien erreichbar. Andere stadtnahe Bereiche werden folgen. Das Rathaus-Portal wien.at wird hingegen nicht angetastet, da es als Marke bereits etabliert ist, wie es hieß.

Erste Phase der Anträge bis 30. April

Die Stadt hat mit der punkt.wien-Gesellschaft einen Vertrag über die Vermarktung der Domain abgeschlossen. Die Registrierung wird in mehreren Phasen ablaufen, wie die Geschäftsführer der Gesellschaft, Ronald Schwärzler und Nikolaus Futter, berichteten. Zunächst können sich Inhaber von Markenrechten - also etwa Unternehmen oder Organisationen - "ihre" Internetadresse sichern. Aber auch Privatpersonen können ihren Namen eintragen lassen. Anträge für die erste Phase werden bis 30. April entgegengenommen.

Dann folgt eine Wettbewerbsphase, in der zum Beispiel allgemeinere Begriffe (möglich zum Beispiel: "hotel.wien" oder "taxi.wien") vergeben werden. Gibt es mehrere Interessenten, wird die Internetadresse versteigert. Ab Mitte Juli folgt dann die offene Registrierung, in der Domains frei ausgewählt werden können - wenn es sie nicht schon gibt. Mit dem mehrstufigen Verfahren sollen missbräuchliche Eintragungen verhindert werden.

Knapp 1.000 Euro für eine Eintragung

Beantragt werden Adressen über sogenannte Registrare, also Unternehmen, die zur Vergabe berechtigt sind. Sie sind unter www.nic.wien zu finden. Namhafte österreichische Provider haben mit diesen meist Verträge, so dass auch dort eine Registrierung möglich ist, hieß es heute.

Die Kosten hängen von den jeweiligen Registraren ab, die die Preise für den Endverbraucher selbst gestalten können. Die punkt.wien-Gesellschaft verlangt von den Registrierungs-Firmen in der Sicherungsphase knapp 1.000 Euro für eine Eintragung, in den beiden weitere Phasen wird es deutlich günstiger.

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