James Foley: Twitter löscht Konten, die das IS-Video der Enthauptung verbreiten

Twitter geht gegen den IS-Terror und das Video von der Enthauptung des amerikanischen Reporters James Foley vor. Die Konten von Benutzern, die das Video verbreiten, werden gesperrt.

James Foley: Twitter löscht Konten, die das IS-Video der Enthauptung verbreiten

Das Terror-Video der Organiastion Islamischer Staat, das die Enthauptung des US-Fotoreporters James Foley zeigt, sorgt weltweit für Aufregung. Auch in den Sozialen Netzwerken ist das grauenhafte Video das Thema der Stunde.

Twitter hat indessen beschlossen. aktiv gegen die weitere Verbreitung des Clips vorzugehen. Unternehmenschef Dick Costolo hat über seinen Account mitgeteilt, dass Konten von Benutzern, die den IS-Film oder Bilder daraus verbreiten gesperrt werden.

Das Enthauptungs-Video soll die Ermordung des US-Fotoreporters James Foley durch die radikalen IS-Kämpfer zeigen. Twitter könne solche Aufnahmen aus Respekt für die Angehörigen von Verstorbenen entfernen, erklärte das Unternehmen auf dpa-Anfrage. "Unmittelbare Angehörige und andere befugte Personen können die Entfernung von Bildern oder Videos Verstorbener beantragen", heißt es in den Twitter-Richtlinien.

Dazu müssen Angehörige sich per E-Mail an Twitter wenden. Die "Washington Post" berichtete, dass das amerikanische Außen- und Verteidigungsministerium sich an die Betreiber der Online-Dienste gewandt hätten und um einen angemessenen Umgang mit den Aufnahmen gebeten hätten.

Schon zuvor waren mindestens ein Twitter-Profil und ein YouTube-Video, die in Medienberichten den IS-Jihadisten zugeordnet wurden, von den jeweiligen Anbietern gesperrt worden. Stunden nach Bekanntwerden der grausamen Tat fanden sich dennoch Videos in hundertfacher Ausführung auf YouTube, die angeblich die Ermordung zeigen sollten. Viele Clips enthielten allerdings ganz andere Inhalte.

Mehrere Twitter-Nutzer riefen am Mittwoch dazu auf, die Aufnahmen nicht zu verbreiten. Der US-Medienjournalist Andrew Kirell lud das Bild eines lächelnden jungen Mannes hoch, der eine Schutzweste trägt und eine Kamera und eine Tasse Tee festhält. "Erinnern wir uns an Foley, indem wir dieses Foto weitergeben und nicht die Bilder von dem YouTube-Video", schrieb er. Ähnliche Botschaften posteten auch andere Nutzer.

Eine junge Frau forderte unter dem Hashtag "#ISISMediaBlackout" eine Mediensperre für die jihadistische Terrogruppe. "Ab sofort werde ich kein Foto oder Video mehr teilen, das Gewalt zeigt, die gezielt von ISIS für ihre Propaganda aufgenommen und veröffentlicht wird", versprach die Frau. Hunderte Nutzer schlossen sich ihr an.

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