Google will Special Effects für Hollywood produzieren

Nach vielen eher technischen Zukäufen zieht es Google und Facebook jetzt in den Kreativbereich. Der Internetriese legte sich einen Anbieter von Spezialeffekten für Hollywood zu und das weltgrößte Online-Netzwerk holte ein Team von Sound-Designern an Bord.

Google will Special Effects für Hollywood produzieren

Google (ISIN: US38259P5089) hat die erfolgreichste Suchmaschine der Welt, ist mit dem eigenen Betriebssystem Android führend im Smartphone-Geschäft und drängt mit Mail- und Cloud-Services vermehrt in die Bürowelt ein. Nun versucht sich der kalifornische Konzern im Kreativgeschäft: Künftig könnten Effekte in Hollywood-Blockbustern von Google kommen.

Denn der Konzern hat die Firma Zync, deren Computer-Effekte unter anderem in Filmen wie "Star Trek Into Darkness", "Transformers: Dark Side Of The Moon" und "Looper" zu sehen waren, gekauft. Zync bietet Filmstudios Spezialeffekte auf Basis von Rechenleistung aus der Internet-Wolke an. Dieser Dienst werde künftig zum Angebot von Googles Cloud-Plattform gehören, verkündeten die Unternehmen am Dienstag.

Viele Anbieter in der Wolke

Google steht bei Cloud-Diensten in einem scharfen Wettbewerb mit dem weltgrößten Online-Händler Amazon (ISIN: US0231351067), auf dessen Servern das Zync-Angebot bisher lief. Mit dem Umstieg auf die Google-Plattform soll der Service unter anderem günstiger zu nutzen sein, weil er pro Minute statt pro Stunde abgerechnet wird.

Google und Amazon werden indes immer stärker zu Konkurrenten. So übernimmt der Online-Händler den Video-Dienst für Computerspieler Twitch, den ursprünglich Google haben wollte. Zudem arbeitet Amazon laut Medienberichten an einer eigenen Plattform zur Vermarktung von Online-Werbeplätzen.

Auch Facebook geht ins Kreativ-Geschäft

Und auch Facebook (ISIN: US30303M1027) startet in der Kreativszene durch, das Social Network hat nun ein eigenes Team von Sound-Designern. Die kalifornische Firma WaveGroup gab bekannt, dass ihre Beschäftigten nun Vollzeit für Facebook arbeiten. WaveGroup produzierte den Sound für diverse Videospiele, sowie für Apps und Geräte. Für Facebook hatte das Start-up bereits Töne für Anwendungen wie der Kurznachrichtendienst Messenger und die Foto-App SlingShot geliefert. Das Online-Netzwerk bestätigte dem Blog "VentureBeat", dass Mitarbeiter von WaveGroup übernommen wurden, das Start-up sei aber nicht gekauft worden.

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