E-Reader: 9 Tipps für den Amazon Kindle

Mit einem E-Reader haben Leser ihre gesamte Bibliothek in der Sakko-Tasche, der Akku hält oft mehrere Wochen. Und mit ein paar Tricks lassen sich damit auch Dokumente und Web-Inhalte auf Reisen mitnehmen.

E-Reader: 9 Tipps für den Amazon Kindle

Wer auf Reisen gerne in guter Literatur schmökert oder seine Fachbibliothek bei Meetings griffbereit haben will, der muss entweder kiloweise Papier schleppen – oder er schafft sich einen E-Reader an. Die digitalen Schiefertafeln bieten meist Speicherplatz für tausende Bücher und profitieren, im Gegensatz zu Tablet-PCs, von einem so genannten E-Ink-Display: Hier werden bei jedem Umblättern einer Seite Pixel neu angeordnet, der Bildschirm selbst strahlt nicht – dadurch können zwar keine Farben dargestellt werden und zum Lesen bei Nacht braucht man eine Lampe; aber dafür verbraucht das Gerät extrem wenig Strom, und die Augen müssen sich beim Lesen nicht mehr anstrengen als beim Lesen in einem herkömmlichen Papier-Buch.

Doch die Geräte können noch deutlich mehr – die folgenden Tipps bieten einen entsprechenden Überblick. Viele Ratschläge beziehen sich dabei auf den meistverkauften E-Reader, den Amazon Kindle; andere können aber auch auf Produkte wie den Tolino von Thalia angewandt werden.

1. Akku sparen – und rechtzeitig laden

Der große Vorteil von E-Readern gegenüber Tablet-PCs ist die lange Akkulaufzeit: Bei normaler Verwendung hat das Gerät genug Saft für etliche Wochen. Wer diesen Zeitraum komplett ausreizen möchte, der sollte unnötige Stromfresser deaktivieren – zum Beispiel die WLAN-Verbindung. Besondere Achtsamkeit ist bei längeren Reisen, etwa Langstreckenflügen, geboten: Während Nutzer ihr Smartphone jede Nacht aufladen, wird beim E-Reader grenzenlose Laufzeit vorausgesetzt – umso ärgerlicher ist es, wenn das Gerät bereits kurz nach der Abreise streikt. Es empfiehlt sich daher, am Vorabend den Akkustand zu prüfen – und das Gerät gegebenenfalls über Nacht zu laden.

2. Kindle App – überall lesen

Amazon hat eine Technologie namens „Whispersync“ entwickelt; damit wird der Lesefortschritt in einem Buch mit den Servern von Amazon synchronisiert. Dadurch kann mit der App für Smartphones und Tablet-PCs an der richtigen Stelle weiter gelesen werden, wenn ein E-Reader nicht bei der Hand ist. Praktisch für öde Meetings: Wenn es langweilig wird, täuscht man das emsige Bearbeiten von Excel-Tabellen vor und liest in Wahrheit „50 Shades of Grey“. Ein weiterer Vorteil der App gegenüber dem E-Reader: Bild- oder Grafiklastige Magazine, die bei Amazon abonniert wurden, können in Farbe betrachtet werden – zum Beispiel das US-Magazin „Forbes“.

3. Amazon Cloud Reader

Vor allem bei E-Readern mit Touchscreen bietet es sich an, in Fachbüchern einzelne Stellen zu markieren und mit Anmerkungen zu versehen. Doch wie greift man nachher im Büro darauf zu? Dabei helfen Desktop-Lösungen wie die App für Windows 8 oder der Cloud Reader – nebenbei auch nützlich, um im Büro den Roman fertig zu lesen, den man im Urlaub begonnen hat.

4. Send to Kindle

Und wie kommen spannende Inhalte aus dem Web auf den E-Reader? Hier hat Amazon für seine Kunden die Funktion „Send to Kindle“ entwickelt. Mit den Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox können mit einem einzigen Klick längere Texte aus dem Web drahtlos an den Kindle geschickt werden; über ein Programm für den Desktop werden Dateien vom Computer an das Lesegerät übertragen – sofern dieses online ist.

5. Senden und konvertieren per Email

Außerdem können Dateien auf den Kindle übertragen werden, indem man sie per Email an das Gerät schickt. Dazu bekommt der Nutzer von Amazon eine eigene Email-Adresse mit der Endung „@kindle.com“; die Absender-Adresse muss auf amazon.de freigeschaltet werden – so wird verhindert, dass Spam auf dem Kindle landet. Wer eher unpraktische Formate – etwa PDF-Dateien – für den Kindle optimieren will, der schreibt das Wort „convert“ (ohne Anführungszeichen) in den Betreff der Email – Amazon konvertiert das Dokument anschließend in das richtige Format.

6. Verwaltung mit Calibre

Zum optimalen Verwalten der digitalen Bibliothek eignet sich die im indischen Bangalore entwickelte Software „Calibre“ . Damit lassen sich Bücher nach Titeln, Autoren, dem Genre oder dem Erscheinungsjahr sortieren. Außerdem lassen sich die Dateien in jenes Format konvertieren, das zum eigenen E-Reader passt, und Bücher können damit auch auf dem Desktop-PC gelesen werden.

7. Selber E-Books publizieren

Und wer nach dem Lesen Lust bekommen hat, selbst in die Tasten zu hauen, der hat im Ökosystem der E-Reader leichtes Spiel. Hobby-Autoren können via „Kindle Direct Publishing“ . ihre Bücher für den Amazon Kindle publizieren, indem sie den Text als Word-Datei und das Cover als Bild-Datei hochladen. Die Einnahmen werden zwischen Autor und Amazon geteilt. Für jene, die auf anderen Plattformen publizieren wollen, gibt es diverse Verlage, die sich auf den Vertrieb von E-Books spezialisiert haben. Im deutschen Sprachraum bieten zum Beispiel bod.de und epubli.de an, das Buch auf Papier zu drucken und als E-Book zu vertreiben – und beanspruchen dafür einen Teil des Umsatzes.

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