Datenlecks kosten Unternehmen Milliarden

Datensicherung ist ein heikles Thema, besonders für Banken, Versicherungen oder Ministerien. Umso alarmierender sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des IT-Dienstleisters EMC: Weltweit gehen Unternehmen jährlich Daten im Wert von 1,36 Billionen Euro verloren.

 Datenlecks kosten Unternehmen Milliarden

Problemzone Datenspeicher: Weltweit gehen Unternehmen jährlich Daten im Wert von 1,36 Billionen Euro verloren.

"Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen", sagt Ernst Eisner, vom Datensicherungs-Spezialisten EMC zu FORMAT.at. Der Anlass seines Kummers ist eine von EMC in Auftrag gegebene internationale Studie zu Datenverlust und IT-Ausfallzeiten in Unternehmen. Deren Ergebnis ist besorgniserregend: 71 Prozent aller befragten Unternehmen und Organisationen glauben nicht, dass sie Daten nach einem technischen Ausfall vollständig wiederherstellen können. Seit 2012 hat sich die Menge der verlorenen Daten vervierfacht.

Die finanziellen Auswirkungen sind enorm: Weltweit gehen Unternehmen jährlich Daten im Wert von 1,36 Billionen Euro verloren. Das entspricht etwa der Hälfte des Bruttoinlandsproduktes von Deutschland. Und Datensicherung stellt für die Mehrzahl der Unternehmen eine große Herausforderung dar: 62 Prozent empfinden Big Data, Mobile Daten und Cloud-Angebote als "schwierig" zu schützen. "Es gibt sehr viel Aufholbedarf", sagt Eisner, denn alles entwickle sich mit einer "enormen Geschwindigkeit".

Immer mehr Daten gehen verloren

Zwar sinkt die Zahl der Zwischenfälle mit Datenverlust inzwischen, doch das Volumen der verlorenen Daten wächst exponentiell: Allein in den vergangenen zwölf Monaten beklagten 64 Prozent der befragten Unternehmen einen Verlust von Daten oder Ausfallzeiten. Im Durchschnitt lag die Ausfallzeit bei 25 Stunden. Banken, Wettanbieter oder die New Yorker Börse können sich diese Zeitspannen nicht erlauben, Sekunden entscheiden über große Verluste.

Durchschnittlich geben Unternehmen 7,7 Prozent ihres Jahresbudgets für Datensicherung aus. Laut Eisner sei dies immer noch zu wenig. Die zwei Prozent der Unternehmen, die sich als "Vorreiter" oder "Anwender" sehen, wenden 10,7 Prozent ihrer Budgets für Datensicherung auf.

In Europa wurden Unternehmen in Deutschland, der Schweiz oder etwa den Niederlanden befragt. EMC-Manager Eisner sieht für Österreich eine ähnliche Situation wie in der Schweiz: "Es gibt in hier wie dort bei der Datensicherung keine Leaders und Early Adopters." Die Sicherung von Daten, speziell auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets, Cloud-Services und "Business Data Lakes", würden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Ein effizienter Schutz sei für Unternehmen sei unerlässlich. Vor allem gelte es, den Spalt zwischen der IT und anderen Abteilungen zu überwinden. Eisner: " Ein häufiges Problem von Unternehmen ist immer noch, dass die hausinterne IT nicht mit den Anforderungen, etwa aus der Marketing-Abteilung, mithalten kann."

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