Wo Urlaub in Spanien billig ist und wo die Quartiere knapp werden

Wo Urlaub in Spanien billig ist und wo die Quartiere knapp werden

Eine spanische Finca wie diese wird man auf holidu.at derzeit Urlaubern zur Miete angeboten.

Seit auf Mallorca die private Vermietung von Wohnungen und Häusern verboten wurde, sind dort Zimmer knapp und die Preise gestiegen. Was es derzeit kostet, auf Mallorca, Ibiza oder am spanischen Festland Urlaub zu machen und wo es noch viele freie Zimmer gibt.

Mallorca wird von Touristen überrannt. Im letzten Jahr strömten über zehn Millionen Touristen auf die spanische Insel. Tausende Mietwägen mussten dafür zusätzlich auf die Insel verschifft werden. Um den Besucherstrom einzudämmen hat die balearische Regierung die Touristensteuer verdoppelt und - um den Einheimischen die Immobiliensuche zu erleichtern - die Vermietung privater Wohnungen und Häuser via Airbnb und ähnlichen Plattformen verboten.

Die Folge: Das Angebot an buchbaren Unterkünften hat sich deutlich verknappt. Auf der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu.at sind daher deshalb nur noch rund 10.000 Fincas, Ferienhäuser und Apartments verfügbar - das sind um rund 7.000 weniger als vor dem Verbot. In der Sommer-Hauptsaison des Jahres 2018 sind bereits 93 Prozent der Unterkünfte belegt, wie Holidu ermittelt hat. Die besten Chancen auf ein freies Ferienheim bestehen im Westen Mallorcas, während die Inselmitte fast komplett ausgebucht ist. Dort sind nur noch zwei Prozent der Ferienhäuser und Wohnungen verfügbar.

Trotz der Verknappung des Angebots sind die Unterkünfte auf Mallorca bisher nicht teurer geworden. Wie auch im letzten Jahr liegt der Preis für eine Last-Minute-Unterkunft bei rund 200 Euro (pro Nacht und für zwei bis vier Personen). Am teuersten ist Mallorcas Norden, wo ein Ferienhaus mit durchschnittlich 251 Euro zu Buche schlägt, am günstigsten sind die Angebote im Osten mit durchschnittlich 183 Euro pro Nacht.

Ibizia: Preise ab 290 Euro die Nacht

Auf der Nachbarinsel Ibiza ist die Lage noch deutlich entspannter. Dort warten momentan 23 Prozent der Unterkünfte auf Urlauber. Wenngleich Ibiza auch ein deutlich teureres Pflaster ist als Mallorca. Die noch buchbaren Last-Minute-Angebote, haben ihren Preis. Durchschnittlich zahlt eine zwei- bis vierköpfige Reisegruppe 290 Euro pro Nacht. Wem dazu ein eigener Pool wichtig ist, muss dafür im Schnitt 451 Euro pro Nacht ausgeben.

Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, findet auf dem spanischen Festland günstigere Angebote. An der Costa del Sol liegen die Preise etwa bei 163 Euro pro Nacht. In Katalonien zahlt man rund 155 Euro und in Andalusien gar nur 114 Euro. In Andalusien und Katalonien sind aktuell auch noch 29 Prozent aller Angebote frei.

Mietwagen-Angebot ausreichend

Die Verfügbarkeit von Mietwägen auf den Balearen ist hingegen noch ausreichend. Zu den 100.000 Mietwägen, die es schon 2017 auf Mallorca gab, dürften weitere hinzukommen. Trotz der hohen Verfügbarkeiten sind die durchschnittlichen Preise für gebuchte Mietwagen minimal gestiegen, wie aus einer Analyse von billiger-mietwagen.de hervorgeht.

Um 6,3 Prozent sind die Kosten demnach gegenüber dem Vorjahr gestiegen. „Wir führen das auf ein gesteigertes Qualitätsbewusstsein zurück“, erklärt Fireder Bechtel des Mietwagen-Portals. „Die Kunden orientieren sich mehr an Anbietern mit guten Kundenbewertungen als in der Vergangenheit. Dadurch profitieren sie von besserem Service.“ Knapp 27 Euro pro Tag kostet aktuell etwa ein Kleinwagen für die erste Augustwoche ab Mallorca-Flughafen, inklusive Versicherung.Auf Ibiza beträgt der Referenzpreis ab Flughafen knapp 29 Euro pro Tag.

Nachsaison im September deutlich billiger

Wesentlich günstiger ist es für diejenigen, die flexibel sind und erst im September reisen. Ferienunterkünfte sind im September mit 162 Euro im Schnitt um 19 Prozent günstiger. Zudem lässt sich aus einem größeren Angebot das passende Heim auf Zeit auswählen: 43 % der Fincas und
Apartments sind dann noch frei.

Auch auf Ibiza werden die Angebote attraktiver: Hier sind die Preise um 41 Prozent günstiger als zur Hauptsaison. Unterkünfte kosten im Schnitt 170 Euro, die Hälfte ist noch frei. Ein noch größeres Preisgefälle bietet die Costa Brava mit 45 Prozent preiswerteren Mietobjekten. An der Costa del Sol und in Katalonien sparen Urlauber rund 30 Prozent, in Andalusien immerhin 20 Prozent. Auch hier ist die Angebotspalette recht ordentlich, denn es sind 50 Prozent der Ferienhäuser und - Ferienwohnungen noch frei.

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