Luxusuhren 2017: Sonne, Mond und Sterne

Luxusuhren 2017: Sonne, Mond und Sterne

Wie jedes Jahr fungierten der Genfer Uhrensalon und die Baselworld als Trendbarometer. Die Welt der Luxusuhren steht 2017 auf jeden Fall ganz im Zeichen unserer himmlischen Nachbarn und Begleiter.

Ob Sonnenschliff, Tag/Nacht-Anzeige oder Mondphase -himmlische Elemente sind auf den Zifferblättern der schönsten Zeitmesser des Jahres allgegenwärtig. Schon lange war kein Trend mehr so deutlich ausgeprägt. Philosophisch betrachtet sucht die Luxusartikelindustrie ihr Heil offenbar im Universum, da die irdischen Bedingungen zur Zeit nicht gerade die besten sind. Die Lust, Geld für tickende Kostbarkeiten auszugeben, war de facto schon einmal größer. Doch die Uhrenhersteller haben die richtige Antwort parat, denn ästhetisch betrachtet sind Inspirationsquellen kosmischer Art in ihrer Schönheit kaum zu übertreffen. Vor allem der sich täglich verändernde sichtbare Teil des Mondes scheint dazu prädestiniert zu sein, Uhren auf charmante Weise zu veredeln, und zwar gleichermaßen für ihn wie für sie.

Der Grundtenor am Genfer Uhrensalon, der alljährlich erste Tendenzen in der Uhrenindustrie sichtbar macht, war jedenfalls rundum positiv -frei nach dem Motto "Wir können Faktoren wie Weltwirtschaft, Tourismus oder Sicherheitsgefühl nicht beeinflussen, aber wir können sensationelle Produkte bieten". Bei den Entscheidungsträgern angekommen ist zudem auch die Erkenntnis, dass teure Produkte schlichtweg das gewisse Etwas haben müssen. Es gilt, Kunden zu überzeugen, die ganz klar hinterfragen:"Wie viel Uhr bekomme ich für mein Geld?" Obwohl hier mancherorts noch immer Handlungsbedarf besteht, geht der Trend grundsätzlich in die richtige Richtung.

Für sie

A. LANGE & SÖHNE

KLEINE LANGE 1 MONDPHASE. Nachdem die "Lange 1" inzwischen zu den ganz großen Klassikern der Uhrenwelt gehört, ist es der Manufaktur nun gelungen, eine nicht minder perfekte Damenversion zu kreieren: zeitlos und dennoch am Puls der Zeit in ihrem rotgoldenen Gehäuse, das Zifferblatt reich an feinen Details, inklusive wunderbarer Darstellung der Mondphase. Das aufwendig von Hand finissierte Handaufzugswerk L121.2 verfügt über das charakteristische Doppelfederhaus, das eine Gangdauer von 72 Stunden ermöglicht. Ein tickendes Juwel um 38.800 Euro.

BAUME & MERCIER

CLASSIMA MOONPHASE. Kleine Uhren ganz groß -in diesem Sinne präsentieren sich etliche Kreationen in reduziertem Format. "Klein ist wieder fein" gilt dabei keineswegs nur für Damenuhren -auch maskuline Gehäuse werden wieder moderater. Mit einem Durchmesser von 31 Millimetern ist die neue "Classima Moonphase"(1.550 Euro) jedoch ganz klar für weibliche Handgelenke konzipiert. Ihr blau schimmerndes Alligatorband passt hervorragend zur Mondphasenanzeige und trifft farblich exakt den Zeitgeist: Blau ist 2017 definitiv die vorherrschende Modefarbe in der Uhrenszene.

Für ihn

CARTIER

DRIVE MIT MONDPHASEN. Eine betont klassische Ausführung mit guillochiertem Zifferblatt und dem anspruchsvollen Automatikwerk mit Mondphasenanzeige bei 6 Uhr bietet die "Drive de Cartier". Das Kaliber 1904-LU MC ist so präzise, dass eine Korrektur der Mondphase nur alle 125 Jahre notwendig ist. Das elegante Modell passt mit einem Gehäuseformat von 40 x 41 mm an nahezu jedes Handgelenk. Die Kollektion bietet drei Varianten: Rotgold, Weißgold oder Edelstahl. Der Einstiegspreis (Edelstahl) liegt bei 7.600 Euro.

GIRARD-PERREGAUX

TRI-AXIAL PLANETARIUM. Für dieses Modell wurden dem eindrucksvollen dreiachsigen Tourbillon noch zwei astronomische Komplikationen hinzugefügt: Eine in Miniaturmalerei verzierte, hochpräzise Mondphase sowie ein Globus, der mit seiner 24-stündigen Rotation die reale Weltzeit darstellt, inklusive Tag/Nacht-Indikation, gestaltet nach dem Vorbild historischer Karten aus dem Jahr 1791 - dem Gründungsjahr der Manufaktur. Erforderliches Budget: 296.000 Euro.

Chrono Award

Chrono Award 2017: Die Siegeruhren

Uhren

Panerai: Schweizer Perfektion, Stile Italiano

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