Genfer Uhrensalon SIHH: Zeitanzeiger unter der Lupe

PIAGET EXTREMLY LADY: Die Genfer Luxusmarke lanciert eine ganze Reihe edler Damenmodelle mit Vintage- Touch - charmant präsentiert von Jessica Chastain, überzeugen auch diese Uhren durch ihre Detailverliebtheit. Eine Besonderheit sind die Armbänder in beeindruckenden Oberflächen-Finish- Varianten. Das feminine Design trägt die Handschrift der neuen CEO Chabi Nouri, die 2016 die Agenden von Philippe Leopold Metzger übernommen hat. Die schmucken Zeitmesser sind ab 54.500 Euro erhältlich.

PIAGET EXTREMLY LADY: Die Genfer Luxusmarke lanciert eine ganze Reihe edler Damenmodelle mit Vintage- Touch - charmant präsentiert von Jessica Chastain, überzeugen auch diese Uhren durch ihre Detailverliebtheit. Eine Besonderheit sind die Armbänder in beeindruckenden Oberflächen-Finish- Varianten. Das feminine Design trägt die Handschrift der neuen CEO Chabi Nouri, die 2016 die Agenden von Philippe Leopold Metzger übernommen hat. Die schmucken Zeitmesser sind ab 54.500 Euro erhältlich.

Wenn einer Branche noble Zurückhaltung attestiert wird, muss das für den Kunden nicht zwingend negativ sein. Der Genfer Uhrensalon lieferte den Beweis: Weniger ist ja doch mehr!

Der Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) sorgt bei Liebhabern feiner Zeitmesser stets für das erste Herzklopfen des Jahres. In welcher Stimmung würden sich die Unternehmen des Richemont-Konzerns nach einem durchwachsenen 2017 präsentieren?

Aufwertend wirkte das neu gestaltete, deutlich vergrößerte Entrée des Salons sowie die wachsende Ausstellerzahl; immer mehr Luxusmarken ziehen das noble Ambiente in Genf der riesigen Baselworld vor. Zu den jüngsten Überläufern beziehungsweise Rückkehrern zählen Girard-Perregaux und Hermès. Auch kleine Nischenmarken wie Ferdinand Berthoud, dessen vielversprechende Wiederbelebung Carl Friedrich Scheufele (Chopard) zu verdanken ist, oder junge Wilde wie Romain Gauthier oder DeWitt haben sich erstmals für die SIHH entschieden und erweiterten das "Carrée des Horlogers".

Der erste Trendbarometer im Luxussegment zeigte vor allem, dass einheitliche Tendenzen der Vergangenheit angehören. So wäre es nicht ganz korrekt, zu behaupten, die Neuheiten seien allerorts reduziert worden, denn einzelne Marken tanzten deutlich aus der Reihe.

Feines für Damen

Wenn es 2018 darum geht, feminine Handgelenke zu schmücken, wurden tatsächlich weniger Referenzen vorgestellt als im Vorjahr. Die Ausnahme stellte zum einen Panerai mit der lang ersehnten "Luminor Due 38 mm"-Linie für sportliche Damen, welche kraftvolle, markante Designs bevorzugen, während Cartier und Piaget den eleganten Damenuhrenbereich um etliche tolle Kreationen bereicherten.

SIHH Neuheiten für Damen

A. LANGE & SÖHNE

KLEINE LANGE 1

Wenn das Innenleben derart bewährt ist, kann man sich ganz auf die Optik konzentrieren. Drei neue Farben -eine schöner als die andere -ergänzen bei Lange die im Vorjahr lancierte Damenuhrenlinie: kräftiges Purpur, sanftes Grau und Macchiato-Braun. Preis: ca. 33.000 Euro.

CARTIER

PANTHÈRE TRIPLE LOUP

Ob einfach, zweifach oder sogar dreifach um das Handgelenk geschlungen -die "Panthère de Cartier" präsentiert sich ab Mai 2018 von ihrer anschmiegsamsten Seite. Die abgebildete Rotgoldvariante mit ausgefasstem Gehäuse kostet 42.800 Euro.

Auch wenn in Summe weniger Neues gezeigt wurde, dürfen sich Uhrenliebhaber auf die Novitäten freuen. Die Neuheiten sind durchdacht und bis ins kleinste Detail ausgefeilt. Zu den Highlights mit Zukunftspotenzial zählt auf jeden Fall die "Baumatic". Diese neue Uhrenlinie von Baume & Mercier ist erstmals mit Manufakturwerken ausgestattet und begeistert nicht zuletzt durch ihr Preis-Leistungsverhältnis, denn die ästhetischen Zeitmesser werden demnächst ab 2.450 Euro zu haben sein.

SIHH Neuheiten für Herren

BAUME & MERCIER

BAUMATIC

Ein großer Wurf: Das ersten Manufakturwerk von B&M ist antimagnetisch, COSC-zertifiziert und schön finassiert. Zudem bietet es eine 72-stündige Gangreserve, und das Serviceintervall wurde auf fünf Jahre erhöht. Die Uhren mit Baumatic-Kaliber sind ab 2.450 Euro zu haben.

IWC

TRIBUTE TO PALLWEBER

Eine würdige Jubiläumsedition: Die einstige Innovation, bei der Stunden und Minuten durch Ziffern auf rotierenden Scheiben dargestellt wurden -1884 natürlich noch in Taschenuhren -feiert in drei Armbanduhren ihr Comeback. Abb.: Rotgold-Version, 250 Stück, 36.800 Euro.

Bei allen abgebildeten Uhren handelt es sich um Messeneuheiten, die erst im Laufe der kommenden Monate auf den Markt kommen werden. Bei besonderen Modellen, die in limitierter Auflage erscheinen, lohnt sich eine Reservierung bei einem Fachhandelspartner der betreffenden Marke. In diesem Bereich hat 2018 die International Watch Company, besser bekannt als IWC Schaffhausen, einiges zu bieten. Das Unternehmen zelebriert nämlich das 150-jährige Bestehen mit einem wahren Feuerwerk an limitierten Editionen quer durch alle Produktlinien. Der seit 2017 im Amt befindliche CEO Christoph Grainger-Herr geht zurecht mit breiter Brust ins Jubiläumsjahr. Die IWC-Produktentwicklung hat in der Tat Überirdisches geleistet.

Bei fast allen Neuheiten der SIHH durfte das Fachpublikum über Verarbeitung und Finish staunen. Nach dem "Hauptsache, teuer"-Hype, der noch vor wenigen Jahren für Kopfschütteln sorgte, herrscht nun das Bestreben vor, Preis und Leistung in eine vernünftige Balance zu bringen. In diesem Zusammenhang sei noch eine Marke erwähnt, die sich Zeit ihres Bestehens in Sachen Preis/Leistung besonders hervortut: Montblanc. Die Integration des reichen Erbes der Manufaktur Minerva hat der Marke ebenso gut getan wie ihre kontinuierliche Produktpolitik: feine Technik, Topdesign - viel Uhr um wenig Geld.


Der Artikel ist der trend-Ausgabe 1-3/2018 vom 19. Jänner 2018 entnommen.

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