9 Trends bei Ein- und Zweifamilienhäusern

9 Trends bei Ein- und Zweifamilienhäusern

Ein Bungalow ohne Keller ist der Traum vieler Häuselbauer. Bei Fassade und Dach gibt es auch neue Trends.

Die Mitglieder des österreichischen Fertighausverbandes wurden kürzlich nach den aktuellen Trends im Wohnbau befragt. Diese Grundrisse, Dächer, Heizungen, Fassaden und Smart-Home-Lösungen sind am beliebtesten.

1. Zu ebener Erde . . .
Der Bungalow wird weiterhin überdurchschnittlich stark nachgefragt. Diese Hausform punktet mit Barrierefreiheit und großzügig gestalteten Grundrissen. Allerdings zählen Bungalows nicht gerade zu den günstigsten Varianten eines Einfamilienhauses und setzen zudem ein entsprechend großes Grundstück voraus.

2. . . . und erster Stock
War lange Zeit das Einfamilienhaus mit einem Vollgeschoß und einem ausgebauten Dachgeschoß der Klassiker, so geht der Trend jetzt eindeutig zu zwei vollwertigen Geschoßen. Dachschrägen entfallen so und Raum wird gewonnen. Dieser ist auch erforderlich, da jedem Hausbewohner deutlich mehr Quadratmeter zur Verfügung stehen sollen, als noch vor zehn Jahren. Die Experten schätzen die im Durchschnitt gewünschte Wohnfläche auf 160 Quadratmeter. Bei einer vierköpfigen Familie entfallen somit auf jeden Hausbewohner rund vierzig Quadratmeter. Auf das ausgebaute Dachgeschoß wird speziell dann zurückgegriffen, wenn die Bauklasse zwei Vollgeschoße nicht erlaubt.

3. Keller nicht mehr notwendig
Nur mehr rund die Hälfte der neu gebauten Einfamilienhäuser steht auf einem Keller. Die kostengünstigere Bodenplatte nimmt von Jahr zu Jahr an Beliebtheit zu.

4. Großflächige Schiebetüren als Trendelement
Auf diesen Unterbauten errichten sorgfältig planende Bauherren effizient genutzte Räume. Individuelle Lösungen stehen dabei hoch im Kurs – wobei ein Grundprinzip deutlich auszumachen ist: Kochen, Essen und Wohnen bilden eine offene, großzügige Einheit. Neu ist, dass in jüngster Zeit vermehrt großflächige Schiebeelemente zum Einsatz kommen, die bei Bedarf Rückzugsmöglichkeiten schaffen. Die Räume in den Ober- oder Dachgeschoßen bieten die Möglichkeit, persönliche Bereiche für jede jeden Bewohner sicherzustellen.

5. Zellwände aus Holz für neues, günstiges Bauen
Die Raumzelle gewinnt an Beliebtheit. Diese braucht weder Keller noch Bodenplatte. Für diese extrem mobile und flexible, gleichzeitig aber vollwertige Wohnform, was Komfort und Ausstattung betrifft, reichen Streifen und Schraubfundamente. Diese günstige Variante des Fertigbaus ist sowohl für junge Familien, deren Haus mit den Ansprüchen wachsen können soll, als auch für Menschen, die für den Ruhestand nach kompakten Wohnformen suchen, geeignet.

6. Walmdach feiert Comeback
Viele Jahre galten das Flach- oder das Pultdach als die beliebteste Dachform. Kubische Häuser mit einem günstigen Verhältnis zwischen dem Raumvolumen und den Außenflächen waren das Ergebnis. Jetzt feiert das Walmdach ein Comeback – sowohl Bungalows als auch Häuser mit zwei Vollgeschoßen werden mit diesen nur wenig geneigten Dächern ausgestattet. Ein Vorteil dieser Dachform besteht darin, dass der Dachvorsprung die Fassade besser vor der Witterung schützt, als das, in der Regel mit der Fassade bündig abschneidende, Flachdach.

7. Holzfassade ersetzt Verputz
Zunehmend ersetzen Holzfassaden die klassischen Putzfassaden. Diese wiederum werden deutlich häufiger einfarbig ausgeführt – bevorzugt in Weiß. Für die Dämmung an den Außenwänden sorgen unter den Holz- oder Putzfassaden immer öfter Holzfaserdämmplatten anstelle von Polystyrol.

8. Fußbodenheizung am beliebtesten
Fußbodenheizungen machen nach wie vor den Löwenanteil bei den Heizsystemen aus. Die Energie dafür stammt zu über neunzig Prozent von einer Luftwärmepumpe, gefolgt von anderen Wärmepumpensystemen und Pelletheizungen. Gas oder Öl spielen de facto keine Rolle mehr. Auch die Nachfrage nach zentralen Lüftungsanlagen zur Rückgewinnung von Wärme ist stark rückläufig.

9. Smart-Home kaum genutzt
Nachgefragt wird Haussteuerungstechnik zwar stark, realisiert werden Smart Home-Systeme allerdings noch nicht in einem entsprechenden Ausmaß. Wenn überhaupt, stehen eher einfache Steuermodule im Fokus. Über das Mobiltelefon werden bevorzugt Sicherheitsaspekte überwacht und das Energiemanagement betrieben.

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