Online-Partnerbörsen: Liebe per Mausklick

Online-Partnerbörsen: Liebe per Mausklick

Elfriede Gerdenits hat nicht nur Fakten zusammengetragen. Ihr Buch beruht auch auf Selbsterfahrung.

Die Suche nach der großen Liebe oder nur ein Spiel mit den Gefühlen anderer? Elfriede Gerdenits hat sich in ihrem Buch auf Spurensuche begeben, gibt Antworten, Tipps und Beispiele.

Er: 55, Unternehmer, Villa samt Yacht am Gardasee. Sie: 32, Claudia-Schiffer-Verschnitt mit Einstein-IQ. Beide surfen im Internet auf der Suche nach Mr. und Mrs. Right, spätere Heirat nicht ausgeschlossen. Beim ersten realen Date kommt die Ernüchterung: Er, längst Pensionist, besitzt ein Ruderboot. Sie, ein Langzeitsingle, deren Figur auch schon bessere Zeiten erlebt hat. Wer sich auf Partnersuche auf Onlineplattformen bewegt, kann seine Wunder erleben.

"Allerdings in beiden Richtungen", relativiert Elfriede Gerdenits, 59, Autorin und Businesscoach, die sich zusammen mit Helmuth Santler in ihrem Buch "Single sucht Single" per Selbstversuch auf Spurensuche begab. Herausgekommen ist ein humorvoller Leitfaden mit Tipps, Tricks und Erfahrungsberichten - damit statt der erhofften Romanze Frustration gar nicht erst aufkommen kann.

Die Autorin selbst zählt sich zur Protagonistin der durchschnittlich Suchenden. In jungen Jahren erst tätig im Human-Ressources-Bereich bei der CA und beim Autohändler Tarbuk. Dann "mittätige Hausfrau" im Makler-Business ihres Ex-Mannes. Doppelbelastung mit Job und Kind. Erste Selbstständigkeit mit ihrer Business Coaching Partner GmbH, mit der sie dann in die Insolvenz schlitterte. "Der Noch-Ehemann brannte mit der Dauergeliebten durch." Kein Leben wie im Bilderbuch. 2011 schnupperte Gerdenits erstmals in Online-Partnerplattformen. Die Ernüchterung kam rasch: "Es war ein völliges Debakel, weil ich im Kopf noch nicht frei war und jede Bekanntschaft mit meinem Mann verglichen habe."

Leitfaden für Singles

Als Coach war sie gut beim Beraten anderer, selbst machte sie die gleichen Fehler, die sie versuchte, bei den Kunden auszumerzen. Die Idee, eine Lektüre für Singles herauszubringen, war geboren. "Schließlich ist die Partnersuche doch etwas emotionaler als der Erwerb einer Schlagbohrmaschine oder eines Dampfgarers." Wer sich virtuell auf Partnersuche begibt braucht erst einmal einen Führerschein, meint die Autorin. Und der ist nach der Lektüre der neun Kapitel, etwa "Einstiegstest","Selbstdarstellung", "Reality-Checks" und "Dating-Alternativen", absolviert.

Gerdenits rät dazu, das Profil so wahrheitsgetreu wie möglich auszufüllen. Scheint der Traumprinz- oder die Prinzessin gefunden, dann kurzer Mailverkehr, Telefoncheck - Stimme und Sprache müssen passen -, und auf zum Date! Dass zuvor weder Privatadresse noch Intimitäten bekanntgegeben werden und das Date im öffentlichen Raum passieren soll, ist Sicherheitsregel Nummer eins. Hier sollte man "kritische Hirnsubstanz" einsetzen. Junge Mädchen osteuropäischer Provenienz oder Männer, denen plötzlich Geld abhanden gekommen ist -vor denen sei gewarnt.

"Haben Sie Wünsche, aber keine Erwartungen. Auch neue Freundschaften bereichern das Leben", weiß Gerdenits aus eigener Erfahrungen. Online-Dating-Plattformen seien jedenfalls eine großartige Alternative beziehungsweise Ergänzung. "Aber nicht, wenn man nur auf der Konsens-Spur unterwegs ist. Ich selbst bin völlig offen, wenn der Prinz im realen Leben vorbeihüpft. Gerne! Spätere Heirat nicht ausgeschlossen."


Buchtipp

  • Single sucht Single - Mit Partnerbörsen zum Liebesglück
  • Elfriede Gerdenits, Helmuth Santler
  • Goldegg Verlag, Februar 2018
  • ISBN: 978-3-99060-074-0
  • 210 Seiten, 14,95 €
  • www.goldegg-verlag.com
Interview
Bestandsaufnahme: Florian Scheuba, Kabarettist und "Staatskünstler": "Auf der Bühne habe ich alle Freiheiten der Welt."

Politik

Florian Scheuba: "Das Netz hat den Stammtisch ersetzt"

Der Ötztaler Radmarathon hält Radsportler und den Sommertourismus im Ötztal seit fast 40 Jahren in Schwung. Startplätze werden verlost, die Anmeldung ist noch bis 28. Februar geöffnet.

Stil

Ötztaler Radmarathon: Startplätze für Extremisten

PIAGET EXTREMLY LADY: Die Genfer Luxusmarke lanciert eine ganze Reihe edler Damenmodelle mit Vintage- Touch - charmant präsentiert von Jessica Chastain, überzeugen auch diese Uhren durch ihre Detailverliebtheit. Eine Besonderheit sind die Armbänder in beeindruckenden Oberflächen-Finish- Varianten. Das feminine Design trägt die Handschrift der neuen CEO Chabi Nouri, die 2016 die Agenden von Philippe Leopold Metzger übernommen hat. Die schmucken Zeitmesser sind ab 54.500 Euro erhältlich.

Uhren

Genfer Uhrensalon SIHH: Zeitanzeiger unter der Lupe