Business Lunch: "Kojiro" Sushi-Bar

Business Lunch: "Kojiro" Sushi-Bar

Ob alleine, mit den Kollegen oder zu einem geschäftlichen Termin: Schnell, gesund und schmackhaft soll ein Mittagessen sein. format.at testet sich in der Serie "Mittgspause/Business Lunch" durch das Mittags-Angebot der Gastronomie. Heute: Kojiro Sushi-Bar, Rechte Wienzeile 9 und Kojiro am Kühnplatz 4, 1040 Wien.

Das Kojiro am Naschmarkt gibt es schon über 20 Jahre und wurde angesichts des Sushi-Hypes in den letzten Jahre noch beliebter, denn hier gibt es kein Billig-Sushi zum kleinen Preis. Viele Freunde des rohen Fischs behaupten ja, hier gibt es das beste Sushi der Stadt. Es kann daher zu längeren Wartezeiten, gerade zur Mittagszeit, kommen. Bestellen Sie besser telefonisch vorab, wenn Sie unter Zeitdruck stehen. Die Herren hinter der Theke sind stets freundlich und zuvorkommend und gehen bereitwillig auf Sonderwünsche ein.

Das kleine Sushi-Set gibt es um 8,60 Euro. Sechs Maki und ein Mix aus Lachs, Thunfisch, Makrele und Butterfisch stillen optimal den kleinen Fisch-Hunger. Das mittlere Sushi macht da schon richtig satt und liegt bei 11 Euro. Die Misosuppe soll nicht schlecht sein, allerdings ist diese fertig aus der Packung. Sushi und Sashimi wird aber nirgendwo so frisch zubereitet wie hier. Jedem Gast wird aufs Neue der lauwarme Reis gerollt und zurechtgeformt. Die Wartezeit verkürzt der Tee, zu dem sich jeder Gast gratis selbst helfen kann. Die wichtigste Zutat laut Sushi-Großmeister ist ja der Reis, der Fisch kommt erst an zweiter Stelle. Im Kojiro ist der Sushi-Reis wirklich von guter Qualität, fein gesäuert und perfekt in der Konsistenz. Der Fisch ist nicht zu dünn geschnitten und von ordentlicher Qualität. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis und Authentizitätsfaktor her, sicher das beste, was man in Wien bekommen kann. Dass es auch hier Krebsersatz und "Kren-Wasabi" gibt lassen wir mal so im Raum stehen.


Sollten sie in dem winzigen Lokal keinen Platz finden, so können sie auch ins dazugehörige Kojiro am Kühnplatz schauen. Hier gibt es neben Sushi auch warme Speisen, Suppen und Salate. Tische gibt es drinnen wie draußen. Unser Fazit: Bleiben Sie auch hier beim Sushi. Die warmen Gerichte haben lange nicht die Qualität wie die rohen Fisch-Happen. Der Lachs war zu lange gegart und trocken, das Huhn versank in einer süßen Einheitssauce. Das Thunfisch-Tartar (5,90 Euro) auf Salat ist allerdings zu empfehlen. Frisch war es und das Dressing aus Sesamöl, Zitrone und Sojasauce ganz passend dazu. Oder nehmen Sie sich das Sushi-Set in der schönen Jahreshälfte zu einem sonnigen Platzerl am Karlsplatz mit.


Für Fischbanausen eignen sich Makimono mit Gurke oder Avocado (zwei Rollen zu 5 Euro). Inari-Sushi (im Set zu 7 Euro) sind unser persönlicher Geheimfavorit. Die leicht-süßen Tofutaschen in Kombination mit dem gesäuerten Reis sind sehr gut und sonst nur schwer zu bekommen. Wer mit Stäbchen nicht zurechtkommt, dem sei gesagt, dass Sushi traditionell eigentlich ein typisches Fingerfood ist. Händewaschen nicht vergessen!



So Essen Sie Sushi richtig:

- Sushi und Maki werden traditionell mit den Fingern gegessen. Fassen Sie das Sushi mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger und dippen Sie den Fisch in die Sojasauce - keinesfalls den Reis, da dieser sich zu schnell vollsaugt und auseinanderfällt.

- Der eingelegte Ingwer wird zwischen den verschiedenen Happen, mit den Fingern oder mit Stäbchen zur Neutralisation gegessen. Keinesfalls werden die Ingwerscheiben auf das Sushi gelegt oder gar in die Sojasauce mit eingetaucht.

-Sushi wird in einem Happen verzehrt und keinesfalls abgebissen. Wollen Sie sich die Hände nicht dreckig machen oder haben Sie keine Möglichkeit sich die Hände zu waschen, drehen sie das Sushi mit den Stäbchen um 90 Grad, so dass es auf einer Hälfte Reis, einer Hälfte Fisch aufliegt. Greifen Sie das Sushi seitlich und essen es mit einem Mal.

-Sashimi wird mit Stäbchen gegessen. Sie können den Fisch an einem Ende mit den Stäbchen mit etwas Wasabi bestreichen und das andere Ende in die Sojasauce tunken. Auch hier gilt: mit einem Happen ist alles weg!

-Sushi wird vom Koch schon mit Wasabi gewürzt, hierfür wird eine kleine Menge zwischen Reis und Fisch aufgetragen und der Fisch mit Sojasauce bestrichen. Probieren Sie Sushi also erst einmal ohne weitere Würzung durch Wasabi oder Sojasauce, um den Eigengeschmack von Reis und Fisch genießen zu können.

-Für die Maki können Sie die Sojasauce mit einer individuellen Menge an Wasabi vermengen und diese dann eintunken. Für Sushi und Sashimi gehört sich dieser Vorgang traditionell nicht.

FORMAT-WERTUNG:
Ambiente: to go, Kollegen
Preis: Euro (kleines Sushi)
Zeit: 20 Minuten
Qualität: 8 (10)

Info:
Kojiro Sushi-Bar
Rechte Wienzeile 9
1040 Wien
Sushi Mo bis Fr von 11 bis 18 Uhr
Reservierungen unter : 01/58 66 233

Kojiro
Kühnplatz 4/R2 (Ecke Schleifmühlgasse)
1040 Wien
Sushi Mo bis Fr von 11.30 bis 21 Uhr
Reservierungen unter : 01/58 55 428



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