Do’s and Don’ts beim Sommerfest-Networking

Do’s and Don’ts beim Sommerfest-Networking

Ein bisschen Spaß muss sein! Aber bei Firmenfeier gibt es eine rote Linie, die man besser nicht überschreitet.

Von kleinen After Networks bis hin zu groß angelegten Branchenevents – kaum eine Woche vergeht, in der derzeit nicht zu Sommerfesten geladen wird. Die ideale Gelegenheit, in einem entspannten Rahmen berufliche Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Wie das geht und welche Fettnäpfchen es zu vermeiden gilt.

Laue Sommernächte, kühle Drinks und ein feines Buffet – die zahlreichen Sommerfeste sind für viele eine willkommene Abwechslung im Arbeitsalltag. Doch diese Events eignen sich nicht nur zum Entspannen, sie sind auch ideale Gelegenheiten zum Networken. Sommerfeste bieten den perfekten Rahmen, um neue Kontakte zu knüpfen und vor allem, bestehende zu vertiefen. "Der ungezwungene Rahmen eröffnet eine Vielzahl an Kontaktpunkten und macht es leichter, der Beziehung eine persönliche Note zu geben“, weiß Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, dem größten Jungunternehmer-Netzwerk in Österreich.
Doch bei solchen Sommerfesten nachhaltig gute Kontakte zu schaffen, empfiehlt Tarbauer folgende Punkte zu beachten:

1. Sehen und gesehen werden

Erfolgreiches Netzwerken heißt, sich unter die Leute zu mischen. Gehen Sie gemütlichen Sitzecken aus dem Weg und verharren Sie nicht an Ihrem Stehtisch. Drehen Sie gleich zu Beginn ein paar Runden. So sehen Sie, wer von Ihren Kontakten vor Ort ist und werden zugleich von diesen gesehen. Bleiben Sie bei bekannten Gesichtern kurz stehen, um sie zu begrüßen. Lassen Sie sich bei dieser Gelegenheit auch gleich den Begleitern Ihres Kontakts vorstellen. So rufen Sie sich durch eine persönliche Begrüßung positiv in Erinnerung und lernen zudem neue Leute kennen. Nach einem kurzen Händeschütteln führen Sie Ihren Weg fort. Durch diese Runde erhalten Sie einen Überblick über die Gästeliste und können in einer zweiten Runde gezielt jene Personen ansteuern, die für Sie von Interesse sind.

2. Es geht nicht ums Geschäft

Egal ob Kunden, Partner oder Branchenkollegen – hinterlassen Sie einen guten Eindruck bei einem lockeren Plausch. Aktives Networking bedeutet nämlich nicht, brachial mit der Tür ins Haus zu fallen oder sofort nach Aufträgen zu fragen. Damit vorstellig zu werden ist unpassend und wenig sympathisch. Die meisten haben die Arbeit gedanklich abgehakt und wollen einen netten Abend verbringen. „Im Vordergrund steht ein lockerer, ungezwungener Austausch. Dieser dient dazu, sein Gegenüber besser kennenzulernen und dessen Interessen und Potenziale für Ihre Anliegen auszuloten, um daraus eine langfristige Geschäftsbeziehung entwickeln zu können“, erklärt Tarbauer. Geschäftliche Themen sollten beim Sommerfest nur dann angesprochen werden, wenn es sich aus dem Gespräch heraus entwickelt und der Gesprächspartner darauf zu sprechen kommt. Wenn Sie ein konkretes Anliegen haben, das Sie unbedingt ansprechen wollen, dann erwähnen Sie dieses kurz und schlagen ein unverbindliches Treffen zu diesem Thema in den nächsten Tagen vor. Somit wäre auch der Folgekontakt schon eingefädelt.

3. Der Versuchung widerstehen

Trotz des klaren After-Work-Aspekts bleibt das Sommerfest ein Event im beruflichen Kontext. Verhalten Sie sich entsprechend. Das beginnt schon mit der Kleidung. Wählen Sie Ihr Outfit passend zur Branche und zur Veranstaltung. Legerer Stil ist erlaubt, Flip-Flops, Tanktops oder zu kurze Sommerkleider sind jedoch ein No-Go. Achten Sie auch auf Ihr Auftreten. Buffet und Bar mögen verlockend sein, sollten jedoch mit Maß und Ziel angesteuert werden. Buffetplünderer sind ebenso ungern gesehen wie Menschen, die ihre Trinkfestigkeit überschätzen. Darüber hinaus sollten auch Flirt-Versuche tunlichst unterlassen werden. „Sommerfeste sind ideale Networking-Events, bei dem man durchaus etwas gewinnen, aber auch sehr schnell an Ansehen und Reputation verlieren kann“, warnt der Experte.

4. In Erinnerung bleiben

Neue Kontakte helfen wenig, wenn sich diese danach nicht an Sie erinnern. Um das zu verhindern, können ein paar Tricks helfen. Einer davon ist es, eine neue Bekanntschaft etwas später am Abend erneut aufzusuchen und ihn oder sie mit Namen direkt anzusprechen. Der Umstand, dass er oder sie bei Ihnen in Erinnerung geblieben ist, hat eine äußerst schmeichelhafte Wirkung. Ebenso gut kommt es an, wenn Sie dem neuen Kontakt jemand anderen vorstellen. So wirken Sie selbst als Vermittler, der anderen helfen möchte. Generell ist Hilfsbereitschaft ein guter Weg, um in Erinnerung zu bleiben. Bieten Sie an, Ihrem Gegenüber etwas zu trinken zu holen oder überlassen Sie diesem Ihren Sitzplatz. Kleinigkeiten haben hier oft große Wirkung. Nutzen Sie auch die Fotografen vor Ort und lassen Sie sich gemeinsam ablichten. Oft werden die Fotogalerien im Anschluss an die Gäste versendet. Dadurch erhält Ihre Bekanntschaft ein gemeinsames Fotos mit Ihnen als Erinnerung. Ein Klassiker und absolutes „Must“ ist natürlich der Austausch von Visitenkarten. Ein altes, aber noch immer sehr bewährtes Mittel.

5. Bleiben Sie am Ball

Nach dem Sommerfest sollten Sie am Ball bleiben und zeitnah den Kontakt mit interessanten Gesprächspartnern wieder aufnehmen. Entweder durch die Vernetzung auf sozialen Kanälen oder mittels E-Mail. Wichtig ist, dass der Folgekontakt persönlich ausfällt. Laden Sie zu einem weiteren Treffen oder Telefonat ein, um ein Gespräch zu vertiefen oder eine angekündigte Idee weiter zu besprechen. „Prägen Sie sich die neuen Kontakte auch gut ein, damit Sie diesen bei einem möglichen nächsten Treffen auch wiedererkennen und gezielt ansprechen können. Hierzu sind Notizen zur Person nützlich, die Sie sich am besten nach dem ersten Kontakt auf dessen Visitenkarte notieren“, schlägt Tarbauer vor.

6. Kontakt sollte auch dem anderen etwas bringen

Ein genereller Tipp in Sachen Networking lautet, stets den Mehrwert für beide Seiten im Auge zu haben. „Ziel von Netzwerken und Beziehungspflege ist es, auch für andere einen Mehrwert zu erbringen. Wer neben einer guten Unterhaltung auch gute Kontakte und Leistungen bietet, kann später davon profitieren. Kontakte knüpft man, um Beziehung aufzubauen, von denen beide etwas haben. Nur so entsteht eine langfristige und fruchtvolle Verbindung“, so Tarbauer.

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