Ars Electronica erhält Bank Austria Kunstpreis 2016

Ars Electronic Center Linz

Das Ars Electronica Center in Linz.

Die Ars Electronica wurde mit dem Bank Austria Kunstpreis 2016 ausgezeichtet. Weitere Preisträger des mit insgesamt 218.000 Euro höchstdotierten Kunstpreis des Landes sind die Organisation united heartbeat und die Journalistin Andrea Schurian. Auch Crowdfunding-Initiativen aus dem Kulturbereich wurden bedacht.

„Kunst reflektiert gesellschaftliche Entwicklungen und ist ein wichtiger Beitrag für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität eines Landes. Unser Engagement in diesem Bereich ist integrativer Bestandteil unserer gesellschaftlichen Verantwortung als größter Kulturförderer des Landes“, erklärt Robert Zadrazil, Vorstandsvorsitzender der UniCredit Bank Austria das Engagement seines Unternehmens in seiner Laudatio bei der Verleihung des Bank Austria Kunstpreises 2016.

Die Bank, die mit dem Bank Austria Kunstforum in der Wiener Innenstadt auch ein viel beachtetes Ausstellungshaus für moderne Kunst unterhält, setzt bei ihrer Förderung vor allem auf eine nachhaltige Unterstützung von Kulturinitiativen. Unterstützt werden für Österreichs Kulturlandschaft prägende Projekte und Institutionen.

Die Preisträger 2016

Die Ars Electronica wurde als prägende Institution ausgezeichnet. Das Linzer Festival war 1979 eine der ersten Veranstaltungsreihen weltweit, die sich mit digitaler Kunst und ihren Möglichkeiten auseinandersetzte und hat ihren Pioniergeist bis heute erhalten. Längst gilt das Festival als eines der besten und größten internationalen Foren für den Austausch von Ideen und Projekten an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft.

Erstmals wurde auch der Bank Austria Crowdfunding Preis. Er geht an die Organisation united heartbeat, die Musikern, die ihre Heimat verloren haben hilft, wieder Musik zu machen. Unter anderem, indem sie Instrumente zur Verfügung stellt. Besonders wegen des hohen gesellschaftlichen Engagements fiel die Entscheidung auf dieses Projekt.

Den mit 8.000 Euro dotierten Preis für Kulturjournalismus erhielt die Journalistin Andrea Schurian.

Prämien für Crowdfunding-Kampagnen

2015 wurde der mit in Summe 218.000 Euro höchstdotierte des Landes Kunstpreis neu konzipiert, um vor allem den Förderbedürfnissen der Kulturschaffenden noch besser gerecht zu werden und die Bundesländer zu stärken. So wurde der Bank Austria Kunstpreis zur erfolgreichsten Crowdfunding-Initiative der heimischen Kulturszene. Hier konnten wieder mehr als 330.000 Euro der österreichischen Kreativ-Szene gemeinsam mit privaten Financiers zugeführt werden. Die Hebelwirkung der Drittelfinanzierung macht den Kunstpreis zum aktiven „Beschleuniger“ innovativer Kulturprojekte.

33 Projekte haben ihre Crowdfunding-Kampagnen auf wemakeit.at mit Hilfe der Bank Austria erfolgreich abgeschlossen. 4.622 Unterstützerinnen und Unterstützer haben Projekte mit insgesamt 373.822,- Euro gefördert. Zunächst galt es, mit mindestens 20 Unterstützern das erste Drittel des Finanzierungsbedarfs zu decken. Wurde diese erste Hürde bewältigt, wurde das zweite Drittel mit einem Maximalbetrag von 5.000,- von der Bank Austria beigesteuert. Das letzte Drittel wurde wiederum mittels Crowdfunding erzielt.

Eine interdisziplinäre Jury kürte in einem mehrstufigen Bewertungsverfahren die Preisträger: Thomas Angyan (Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien), Christine Dollhofer (Direktorin Filmfestival Crossing Europe), Daniel Ebner (Künstlerischer Leiter Vienna Independent Shorts), Andrea Ecker (Sektionschefin der Sektion II für Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt), Herbert Föttinger (Direktor Theater in der Josefstadt), Günter Friesinger (Philosoph, Künstler, Leiter des paraflow Festivals für Digitale Kunst und Medien), Andreas Leisner (Chefdramaturg, stellv. Künstlerischer Leiter Tiroler Festspiele Erl), Johanna Rachinger (Direktorin Österreichische Nationalbibliothek), Klaus Albrecht Schröder (Direktor der Albertina) und Robert Zadrazil (Vorsitzender des Vorstandes der UniCredit Bank Austria).

Sozialpreis

Gleichzeitig mit dem Kunstpreis hat die Bank Austria auch ihren mit insgesamt 85.000 Euro dotierten Sozialpreis vergeben. Damit werden in den Bundesländern Projekte ausgezeichnet, die sich der Unterstützung benachteiligter Menschen widmen. Das Preisgeld für das Jahr 2016 wird auf die Initiativen Sowieso! (Wien), Pink-Up-Help (Burgenland), Fit4life (Niederösterreich), AMIGO@WORK (Oberösterreich), Frauen aus allen Ländern (Tirol), Köpfe wie Du & Ich – MUT Menschenwürde und Toleranz (Vorarlberg, Open Heart (Salzburg), Hospizbewegung (Kärnten) und Seniorenbetreuung am Bauernhof (Steiermark) aufgeteilt.

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