After Work: Österreichs 12 beste Bars

After Work: Österreichs 12 beste Bars

Die Nachfrage ist enorm, das Angebot ebenso: Österreichs Bar-Szene boomt wie noch nie. Immer mehr Menschen begeben sich nach Einbruch der Dunkelheit in die Hände von kreativen Bartendern und virtuosen Cocktailmixern.

Der Event hatte es in sich. Im Oktober pilgerten rund 2.500 Menschen in die Wiener Hofburg, wo das Genussmagazin "Falstaff" das jährlich stattfindende "Bar- und Spiritsfestival" veranstaltete. Die Hofburg wurde dabei zu einer riesigen Bar, Europas beste Barkeeper schüttelten, rührten und mixten, was ihre Arme hergaben. Eine noch nie da gewesene Würdigung hochprozentiger Getränke, ein Cocktail-Happening, das auf eindrucksvolle Weise offenbarte, welchen Stellenwert Bars momentan im Lande haben: Die Szene boomt wie schon lange nicht.

Laufend eröffnen neue Lokale, ob Speakeasy-, Dachterrassen-, Restaurant- oder American-Bar, das Angebot war noch nie so breit. Und eine neue Generation an Barkeepern sorgt für immer neue Drinks, so ausgefallen und ungewöhnlich, wie sich das vor Jahren noch kaum jemand vorstellen konnte. Die Welt der Cocktails und Spirituosen erlebt gerade einen sagenhaften Aufschwung.

Neue Wiener Barszene

Zu den spektakulärsten Neueröffnungen gehört vor allem die Bar des neuen Asia-Gourmettempels " " im Goldenen Quartier im ersten Bezirk. Die gesamte Lokalität erstreckt sich auf mehrere Etagen und auf über 800 Quadratmeter, die Investoren haben an nichts gespart. Und so ist auch der Barbereich mehr als üppig ausgefallen. Geleitet wird die Bar von der charmanten Barkeeperin Isabella Lombardo, die bereits einige Preise bei diversen Cocktail-Wettbewerben ermixen konnte.

Neu ist auch die Bar des Lokals "Bird-Yard " in der Lange Gasse im achten Bezirk. Auch hier handelt es sich um eine Restaurantbar, denn ebenerdig bieten die Chinesen Feng und Yong Liu (sie besitzen auch das Chinarestaurant "Mama Liu & Sons" im sechsten Bezirk) eine internationale Küche, während im Souterrain Cocktails gemixt werden. Die Wandbemalung spektakulär bunt, die Cocktails in einer überaus guten Qualität.


Österreichs beste Bars

AÏ Bar

EDELBAR IM LUXUSVIERTEL. Im neuen Asia-Gourmettempel im Goldenen Quartier in der Wiener Innenstadt hat die Bar einen hohen Stellenwert. Barkeeperin Isabella Lombardo (Bild) wurde für ihre Cocktailkreationen mehrfach ausgezeichnet und mixt gerne Neuinterpretationen alter Klassiker.

1010 Wien, Seitzergasse 6; airestaurant.co

BirdYard

BUNTE BAR IM SOUTERRAIN. Ebenerdig eine moderne Brasserie, im Kellergeschoss eine Bar mit spektakulären Wandbemalungen eines Künstlers. Die Bar im "BirdYard" gehört zu den besten Neueröffnungen der letzten Zeit. Zum Teil ungewöhnliche Kreativcocktails mit Zutaten wie Bergamotte, Biersirup und Salted Caramel.

1080 Wien, Lange Gasse 74; thebirdyard.at


Speakeasy-Bars sind momentan besonders stark im Trend. Diese Flüsterbars waren besonders in den 1920er und 1930er-Jahren in den USA sehr beliebt. Für Freunde starker Drinks waren sie ein Zufluchtsort, um so dem Alkoholverbot der Prohibition entgehen zu können. Und genau diese Atmosphäre hatten Georg Entler und Philipp Chavanne vor Augen, als sie heuer ihren "Speakeasy Club " im fünften Bezirk gründeten mit mächtigen Chesterfield-Garnituren im Stil der Goldenen 20er-Jahre.

Neue Konzepte und Locations

Erst wenige Wochen alt ist die "Spelunke " im Erdgeschoß des News-Towers am Donaukanal. Moni Wlaschek und Werner Helnwein, die vor fünf Jahren am Stadtrand Wiens das Lokal "Klee am Hanslteich" eröffneten haben, betreiben jetzt mit der neuen "Spelunke" eine Mischung aus Restaurant und Bar.

Der Mann hinter dem Tresen ist dabei ein ausgesuchter Vollprofi: Marcus Philipp ist unter anderem Gewinner der "World Class Austria", bei der zwei Tage lang sieben der besten Barkeeper des Landes gegeneinander angetreten waren. Philipp war zuletzt Barchef in der "Albertina Passage" und gilt in der Wiener Bar-Community als ganz große Nummer. Er wurde im aktuell erschienenen "Falstaff Bar-und Spiritsguide 2018" zum Bartender des Jahres gekürt.

Auch in der Wiener Sternwarte Urania, nicht weit von der "Spelunke" entfernt, wurde erst unlängst mit "Klyo"ein völlig neues Barkonzept verwirklicht - mit Cocktails, die nach den zwölf Sternzeichen benannt sind. Sie stammen von Kan Zuo, der mit der Bar "The Sign " im neunten Bezirk schon seit Jahren eine der besten Cocktail-Tränken der Stadt betreibt.

Den Preis für die Eröffnung des Jahres im "Falstaff"-Guide heimste die Bar "krypt " ein. Das Besondere dabei: Die Bar befindet sich acht Meter unter der Erde in einem alten Kellergewölbe zwischen Sigmund-Freud-Museum und Votivkirche. In dieser außergewöhnlichen Location werden auch außergewöhnliche Drinks serviert - etwa aus Paprika oder Karotten.

Die Bar verfügt überdies über die größte Meskal-Auswahl der Stadt (eine mexikanische Spirituose) und ist mit 25 Quadratmetern und 52 Sitzplätzen eher klein. Das wiederum garantiert, dass man seine Drinks tief unter der Erde relativ ungestört genießen kann.

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