Fastfood ist nicht nur für dich ungesund!

Gordian Bartholomäus Gudenus (19) ist Schüler an der Schola Thomas Morus, Trumau. Sein Beitrag wurde im Rahmen des von der „Initiative for Teaching Entrepreneurship“ und „Zeitung in der Schule“ ausgelobten Schreibwettbewerbs 2020 als einer von zwei Gewinnertexten ausgezeichnet.

Gordian Bartholomäus Gudenus

Gordian Bartholomäus Gudenus, Schüler an der Schola Thomas Morus, Trumau

Schon gewusst? Nicht nur der Speckreifen wächst beim Burger-Essen, sondern auch der CO2-Fußabdruck. Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO zeigte nämlich, dass 14,5 Prozent aller Treibhausgasemissionen aus der Herstellung von tierischen Produkten stammen.

So gesehen nimmt Mutter Erde sogar ab: an sauberen Wasserreserven und Ackerflächen! Denn laut dem „Waterfoodprint Network“ braucht man für das Kilogramm Rindfleisch 15.000 Liter Wasser. Und man darf hierbei nicht vergessen, wie viele Leute weltweit an Wassermangel leiden (laut „UNICEF“ sind es derzeit knapp 785.000.000 Menschen).

Vom Schnitzel bis zum Tafelspitz, besonders in der österreichischen Küche mangelt es nicht an fleischigen Gerichten. Morgens, mittags und abends ist der Tisch mit ihnen beladen. Ja, laut „Global 2000“ verspeisen jede Bürgerin und jeder Bürger in der Heimat jährlich ungefähr 40 Kilogramm Fleisch. Das sind rund 600.000 Liter Wasser.

Jetzt ist aber Zeit, all das zu ändern. Es ist vielen bereits bewusst wie sehr die Umwelt unter dieser konstanten Ausbeutung gelitten hat. Auf der ganzen Welt werden Startups gegründet und Initiativen ins Leben gerufen, die dieses Problem angehen. Und dabei wird auch ein Blick auf die eigene Ernährung geworfen. All das spiegelt sich in den Health- und Essenstrends wider: Regional und Bio muss alles sein, was auf dem Tisch landet.

Aber brauchen österreichische Rinder weniger Ressourcen? Sind gut behandelte Tiere automatisch die umweltfreundlicheren?

Nein, es ist egal wie glücklich die Kühe sind, die in einem Hamburger landen, am Ende brauchen sie auch Wasser und produzieren Mengen an Treibhausgasen. Denn Fakt ist, die Fleischproduktion schädigt die Umwelt. Eine Kuh produziert täglich rund 191 Liter Methan, ganz egal ob in Argentinien auf der Weide oder heugefüttert in der Steiermark.

Und hier haben wir den Salat: Viele Menschen denken nicht weiter. Es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass das Fleisch aus dem Heimatland auch schädlich sein könnte. So lange die Verpackung ein „AMA Gütesiegel“ und eine glückliche Bäuerin oder einen glücklichen Bauer zeigt, ist das Gewissen ruhig und meldet sich nicht.

Und hier kann jeder versuchen, sich zu bessern. Natürlich ist ein veganes Leben die umweltfreundlichste Lösung, doch wer nicht auf den Sonntagsbraten verzichten will, kann damit beginnen diesen endlosen Konsum wenigstens einzuschränken.

Es wird nicht einfach sein diesen Kampf zu gewinnen, aber es liegt an jedem einzelnen mit in die Schlacht zu ziehen. Denn wir kämpfen ihn nicht nur für uns, sondern für jede zukünftige Generation.


Zeitung in der Schule

Der Verein „Zeitung in der Schule“ bietet Programme für Schulen, um die Lese- und Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Gemeinsam mit der „Initiative for Teaching Entrepreneurship“ hat „Zeitung in der Schule“ einen Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler unter dem Titel „Klimawandel: Wie kann jeder in seinem persönlichen Umfeld zu einer ökologischen und nachhaltigen Lebensweise beitragen?“ ausgeschrieben.

Aus allen Einsendungen hat die Jury zwei Gewinnertexte prämiert. Überzeugen konnten die 16-jährige Schülerin Katrin Ellmer (Tourismusschulen Bad Ischl) mit ihrem Kommentar „Klimaschutz – wenn das Gewissen beißt“ und der 18-jährige Schüler Gordian Bartholomäus Gudenus (Schola Thomas Morus) mit seinem Beitrag „Fastfood ist nicht nur für dich ungesund!“.

Die Jury achtete bei der Auswahl besonders auf den Problemaufriss samt Lösungsvorschlag, die nachvollziehbare Argumentation und die Originalität der Texte. Die Beiträge werden in Zeitungen und Magazinen des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) veröffentlicht, der die erfolgreiche Initiative Zeitung in der Schule bereits vor über 20 Jahren startete.
Weitere Informationen: www.zis.at

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